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Wie wäre es denn, wenn man Dir im Gegenzug für die Aufbewahrung der 5 Mio. erlaubt, 500 Mio. selbst zu erzeugen und z. B. an andere gegen Entgelt zu verleihen?
Das steigert die Attraktivität natürlich wieder.;)

Im Prinzip gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder sind die Geldeinlagen ihrer Kunden für die Banken unattraktive Kostentreiber. Dann wäre es auch legitim sie weiter zu belasten. Oder sie sind doch attraktiv für die Banken. Dann entsteht Wettbewerb zwischen den Banken darum und der Zinssatz pendelt sich entsprechend ein.

Wirklich kurios finde ich in manchen politischen Diskussionen, dass häufig dieselben Personen einerseits über die erbärmlichen Renditen der Sparer jammern und gleichzeitig andere Anlageformen sanktionieren wollen. Dabei wären das doch gerade die sinnvollen Alternativen für Sparer. Aber risikolose Spareinlagen mit Garantiezinsen gelten fast schon als missachtetes Grundrecht, wohingegen z.B. risikobehaftete Aktien- oder Immobilien-Investitionen als unethisch verdammt und durch Anheften des Schlagwortes "Gier" außerhalb der sachlichen Diskussion gestellt werden. Wenn ein ehemaliger Sparer eine Immobile gebaut und vermietet hat, mag seine Motivation zwar "Gier" sein, aber der Effekt der Maßnahme ist trotzdem ein hoher sozialer Nutzen.
 
Das steigert die Attraktivität natürlich wieder.;)
Eben und genau das machen die Banken: sie brauchen eine 1 %-Mindestreserve und können dafür Geld aus dem Nichts erzeugen und gegen Zins verleihen. Sprich: durch die 5 Mio. Einlage des Kunden kann die Bank 500 Mio. "verleihen", Geld, das es gar nicht gibt.

Noch besser ist ja der Bereitstellungszins... So lange das Geld nicht verwendet wird, ist der Kredit nur ein Buchungssatz bei der jeweiligen Bank. Für diesen Buchungssatz darf die Bank Zinsen kassieren.

Abgesehen davon: die Banken müssen das gesamte im Umlauf befindlich Bargeld zum Leitzins verzinsen. Das sparen sie sich aktuell auch.

Irgendwie hält sich mein Mitleid in Grenzen.
 
Irgendwie hält sich mein Mitleid in Grenzen.
Meines auch. Das Bankgewerbe rangiert auf meiner persönlichen Wertschätzungsliste sowieso auf einem der letzten Plätze. Für Empörung über die Weiterbelastung von Negativzinsen sehe ich aber keinen Grund. Auch wenn der Hebel der Giralgeldschöpfung dazwischen liegt, gibt es doch eine prinzipielle Kopplung an den Leitzinssatz. Ich finde es unlogisch, das auf 0 Prozent zu begrenzen.

Ich habe noch keine abschließende Meinung dazu, wie problematisch ich die Giralgeldschöpfung finde. Wahrscheinlich kommt es auf das richtige Maß an und ich weiß nicht, wie hoch ein angemessener Mindestreservesatz sein sollte. Aber wenn man dieses Prinzip nicht gutheisst, müsste das konsequenterweise doch auch schon in Hochzinsphasen mit 10 % Zinsen auf Spareinlagen gelten.
 
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