Interface Design von HookUp oder Callback Methoden für eigenes Framework

Diskutiere Design von HookUp oder Callback Methoden für eigenes Framework im Allgemeine Java-Themen Bereich.
S

Schrello

Hallo,

für das Studium möchte ich ein Framework erstellen, dass durch Client-Klassen erweitert werden kann. Diese Client-Klassen sind mir jetzt unbekannt, daher möchte ich CallBack-Methoden implementieren über die die Client-Klassen an das Framework angehangen werden. Doch wie mache ich das am elegantesten?

Idee: Ich erstelle eine abstrakte Klasse, deren Methoden durch die Client-Klassen implementiert werden. Es ist aber meiner Meinung nach nicht möglich, über den Classloader alle Klassen zu finden, die ein bestimmtes Interface implementieren.

Wie bekomme ich im Framework einen Zugriff auf die Instanzen der später implementierten Client-Klassen?


Vielen Dank ,

Marcel
 
H

httpdigest

Zum Beispiel, indem du in deinem Framework eine Methode bereitstellst, entsprechende "Callback"-Instanzen in deinem Framework zu registrieren. Dann könntest du die durch Client-Code bei dir registrierten Instanzen in einer Collection halten und damit machen, was du willst.
 
S

Schrello

Zum Beispiel, indem du in deinem Framework eine Methode bereitstellst, entsprechende "Callback"-Instanzen in deinem Framework zu registrieren. Dann könntest du die durch Client-Code bei dir registrierten Instanzen in einer Collection halten und damit machen, was du willst.
Danke,

dabei fällt mir ein zweites Problem auf... Mein Framework soll die Ausführungskontrolle behalten. (Weiß noch nicht wie das umsetzbar ist). Das bedeutet aber, dass die Übergabe einer Instanz durch den Client-Code nicht möglich ist... oder, da die Methoden der Client-Klasse ja nur durch das Framework aufgerufen werden können.
 
H

httpdigest

Naja, alles fängt ja mit der main-Methode an, die ja offensichtlich unter der Kontrolle des Clients liegt. Und darin würde der Client z.B. gezielt eine Instanz einer Klasse deines Frameworks erzeugen (wie z.B. der ApplicationContext beim Spring Framework). Jetzt kannst du entweder eine Lösung bauen, die es dem Client ermöglicht, Service/Komponenten-Instanzen in deinem Framework selbst zu registrieren (wie es z.B. bei Guice geschieht), oder du baust eine Art Discovery Mechanismus via Classpath Scanning ein (wie z.B. bei Spring oder CDI).
Von was für einem Framework reden wir denn hier? Was tut das denn?
Generell würde ich die Dinge immer so einfach wie möglich halten und am Anfang so wenig "Magie" wie möglich ins Spiel bringen. Das hilft gewaltig bei der Testbarkeit des Ganzen.
 
F

fhoffmann

Schau dir doch einmal an, wie das JDBC funktioniert. Hier gibt es ein ähnliches Problem (die das Interface Driver implementierende Klasse (OracleDriver, MySqlDriver oder wie sie alle heißen mögen) ist zur Compilezeit nicht bekannt).
 
S

Schrello

Von was für einem Framework reden wir denn hier? Was tut das denn?
Generell würde ich die Dinge immer so einfach wie möglich halten und am Anfang so wenig "Magie" wie möglich ins Spiel bringen. Das hilft gewaltig bei der Testbarkeit des Ganzen.
Hey erstmal vielen Dank für deine Mühen,

es soll ein Framework sein, dass die Funktionsweise von verschiedenen Such- und Sortier-Algorithmen grafisch darstellt.

Ich stehe am Anfang meiner Recherche... Meine Idee ist:
Die Such- und Sortieralgorithmen werden in einer eigenen Klasse implementiert. Diese Client-Klassen werden dann durch Callback-Methoden dem Framework bekannt gemacht. Das Framework kann, nach vorheriger Auswahl durch den Nutzer, einen der Algorithmen darstellen. So kann das gesamte Programm um weitere Such- und Sortieralgorithmen erweitert werden.

Meine Vorstellung ist:
1. Der Client erstellt ein Java-Projekt.
2. Bindet mein Framework ein.
3. Erstellt eine Client-Klasse z.B. "BubbleSort"", die ein Interface/abstrakte Klasse des Frameworks implementiert. z.b. in der Methode "sort" den Sortieralgorithmus implementiert.
4. Mein Framework, dass die Ausführungskontrolle besitzt und daher auch die Main-Methode implementiert, prüft, welche Client-Klassen das Interface implementieren, erzeugt eine Instanz dieser Klassen und ruft u.a. die "sort"-Methode auf.

Wie macht es denn z.B. JUnit? Dort liegt die Ausführungskontrolle doch auch beim Framework, oder nicht.

Ich prüfe nebenbei noch die Möglichkeit mit Annotationen... und bin suche gerade in alle Richtungen...
 
H

httpdigest

JUnit/TestNG und alle nicht-invasiven Frameworks (also ohne direkte API-Nutzung, um sich irgendwo zu registrieren oder SPI zu nutzen) nutzen Classpath Scanning. Sie besorgen sich also den der JVM beim Start übergebenen Classpath/Modulepath und interpretieren manuell/händisch die Dateisystemordner- und Jar-Datei-Einträge darin. Wenn es ein Dateisystem-Ordner ist, werden einfach Dateisystem-Operationen benutzt, um rekursiv nach Dateien und weiteren Ordnern zu scannen. Wenn es eine JAR-Datei ist, wird per Zip/Deflate-API diese geöffnet und dadrin nach Klassen/Ressourcen gesucht.
 
S

Schrello

JUnit/TestNG und alle nicht-invasiven Frameworks (also ohne direkte API-Nutzung, um sich irgendwo zu registrieren oder SPI zu nutzen) nutzen Classpath Scanning. Sie besorgen sich also den der JVM beim Start übergebenen Classpath/Modulepath und interpretieren manuell/händisch die Dateisystemordner- und Jar-Datei-Einträge darin. Wenn es ein Dateisystem-Ordner ist, werden einfach Dateisystem-Operationen benutzt, um rekursiv nach Dateien und weiteren Ordnern zu scannen. Wenn es eine JAR-Datei ist, wird per Zip/Deflate-API diese geöffnet und dadrin nach Klassen/Ressourcen gesucht.
Danke... klingt etwas überzogen für meinen Ansatz. Ich suche mal weiter... Wie du korrekt sagtes... so wenig Magie wie möglich.
 
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