Allgemeine Java Codes lesen und verstehen

Sandra133

Neues Mitglied
Hallo Zusammen!

Letztes Jahr habe ich mit dem Studium begonnen und ein obligatorisches Fach ist Informatik in der Sprache Java. Da dieser Kurs nur ein Semster lang dauerte und wir, wie ich finde, viel besprochen haben (Vererbung, versch collections ect.) und das ganze zusätzlich online war, ist mein Verständnis relativ oberflächlich.

Mein Problem ist nun, dass an der Prüfung nur fertige Codes da stehen und man sie nur verstehen und z. B einzelne Methoden vervollständigen muss. Ich finde es um einiges leichter, einfache Programme auf fast leeren Seiten zu schreiben, da ich mir das Konzept selbst überlegen kann.

Habt ihr irgendwelche Tipps, um schon vorhandene Codes schnell (zeitmangel an Prüfung )und effizient zu verstehen? Wie kann man das am besten üben (Lehrmittel, Bücher, Websiten)?

Danke fürs Antworten 🙂
 
So richtig konkrete Tipps eher nein. Du kannst versuchen hier im Forum - vor allem im Bereich Anfängerfragen - dir den Code anzusehen und zu verstehen. Allerdings ist der Code oftmals sehr bescheiden oder gar nicht lauffähig.

Was man meines Erachtens braucht, ist einfach Erfahrung und ein Gefühl für Code-Blöcke. Sprich, dass man einen Code zerlegt in einzelne Blöcke und versucht zu verstehen was die einzelnen Blöcke machen. Das sind zum einen Methoden, aber oftmals auch Schleifen etc. Und viele Patterns wiederholen sich - durch eine Schleife iterieren und ein bestimmtest Element finden etc. So kann man den Code gedanklich immer weiter eindampfen, bis man verstanden hast, was da wirklich passiert.
 
Bei uns ist das im Studium genauso, aber mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich Code oft genug selbst schreibe, ihn auch besser lesen kann.
Oft ist der Code in der Prüfung aber absichtlich verwirrend bzw kompliziert geschrieben, da nehme ich mir als einfach ein Papier und schreibe mit, was an welcher Stelle mit welchen Variablen passiert und versuche es dann, für mich in Worte zu fassen.
 
Bei uns ist das im Studium genauso, aber mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich Code oft genug selbst schreibe, ihn auch besser lesen kann.
Oft ist der Code in der Prüfung aber absichtlich verwirrend bzw kompliziert geschrieben, da nehme ich mir als einfach ein Papier und schreibe mit, was an welcher Stelle mit welchen Variablen passiert und versuche es dann, für mich in Worte zu fassen.
Also ich kann PinkMuffin nur zustimmen! Übung macht den Meister und je mehr Du bereits gemacht hast, desto mehr erkennst Du direkt. Daher ist das wichtigste generell das selbst machen! Aktiv Java Programme schreiben. Und auch regelmäßig Dinge umschreiben. Neben der schnelleren Erfassung von Algorithmen verstärkst Du auch, dass Du das gelernte behältst. (Wahrscheinlichkeit des Behaltens - bei selbst tun: 90% bei sehen und hören ist man bei 30% bzw. 20% ... Siehe z.B. https://www.fernstudieren.de/im-studium/effektives-lernen/die-psychologie-des-lernens/)

Daher - versuche so viel wie Möglich auch die Hände an die Tastatur zu kriegen! Probiere Dinge aus. Auch Dinge, die nicht sofort klappen, bringen einen guten Lernerfolg, denn dann weißt Du auch, wie typische Probleme zu vermeiden sind.
 
einzelne Methoden vervollständigen
Zusätzlich: eine Methode dient i.d.R. zum gemeinsamen und/oder mehrfachen Ausführen eines oder mehrerer elementarer Befehle. Man sollte am Namen der Methode auf die implementierte Funktionalität schliessen können. Bei Methoden mit Rückgabeparametern sind zusätzlich die möglichen Eingabeparameter und Ausgabeparameter zu bestimmen (und ggf. zu limitieren).
 
Weiterer Vorschlag, es gibt oft die Klausuren der letzten Jahre oder Probeklausuren in der Fachschaft. Die mal durcharbeiten, um auch ein Gefühl für die Aufgabenstellung zu bekommen.
 
Viel Erfolg.

Was ich noch anfügen will: Programmiere soviel wie du kannst, aber: nicht einfach immer nur Neues programmieren.
Es ist eine äußerst wichtige Erfahrung, seinen eigenen Programmcode vielleicht ein halbes oder ein ganzes Jahr später nochmal anzusehen - und am Besten ist es, wenn man diesen dann erweitern will/muß.

Denn nach dieser Zeit du entweder bereits einen geschärfteren Blick dafür bzw. eine Vorstellung davon, was guten Quellcode ausmacht und kannst dich direkt an den Fortschritten deines Lernens freuen. Das ist gut für die Motivation.

Oder: du merkst, was es heißt, mit deinem Code arbeiten zu müssen. Vielleicht ist er schwer verständlich, verwirrend, ...das ist natürlich weniger schön, aber eine weitaus wichtigere Lehre. Auf jeden Fall bringt dich das weiter.

Am Besten ist wirklich, du suchst dir ein Problem das du in Software lösen willst, lies dir vielleicht vorher ein Buch über Entwurfsmuster durch (ich empfehle gerne Entwurfsmuster von Kopf bis Fuß), und dann schreib das Programm.

Und backe ruhig erstmal kleine Brötchen. Programme sind Ungetüme, die normalerweise von alleine immer größer und komplexer werden.
Ich schreibe gerade so ein Programm und als ich die eigentliche, wesentliche Programmlogik fertig hatte (damals so knapp über 1.000 Zeilen Code) dachte ich, jetzt noch fix eine GUI drüberlegen und dann ists gut. Nix da, ab da fing die Arbeit erst an, so richtig groß zu werden. Aktuell sind es rund 12.500 Codezeilen (zugegeben, in den letzten Wochen kam da arg viel Boilerplate dazu) und ich habe gerade mal so ganz grob die erste Pre-Alpha-Version fertig (wo z.B. die GUI noch alles andere als gut und fertig ist, und vom Funktionsumfang her gefühlt (und wahrscheinlich auch tatsächlich) noch 80% fehlen).
 

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