In Java geschriebene Software nach Mac OS portieren

inflamer

Bekanntes Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe einige Desktop-Anwendungen, die ich bislang nur für Windows zusammengestellt habe - inkl. Installer (INNO Setup), eingebetteter JRE und quasi allem was eine Desktop-Anwendung so braucht. Dass die Anwendungen überhaupt in Java geschrieben sind, merkt man höchstens am Aussehen (Swing).

Nun will ich seit langem die Programme mal nach MacOS portieren, mit dem ich so gut wie keine Erfahrung habe. Das ist an sich kein Beinbruch: Erstmal ein i-Gerät anschaffen und in ein paar Wochen ist man da denke ich "drin". Der Java-Code ist von mir von Anfang an weitestgehend plattformunabhängig gehalten worden - auch das ist kein Problem.

MacOS ist allerdings für mich absolutes Neuland, daher weiß ich überhaupt nicht, welche Stolpersteine mich dort möglicherweise erwarten. Z.B. laufen Desktop-Anwendungen mit eingebetteter JRE dort genauso problemlos und haben sie dort eine Zukunft? Wie Installationspackage erstellen, wo Sign-Zertifikat für das Installationspackage günstig holen? Was muss ich sonst noch beachten?

Viele Fragen, ich weiß, aber ich hoffe, irgendjemand der im Thema "drin" steckt, kann stichpunktartig etwas dazu schreiben. Wäre echt dankbar für ein paar Erfahrungstipps. Vor allem weil die teure i-Hardware dazu noch angeschafft werden müsste.
 
du kannst dir mit jpackage installer erstellen lassen mit maven

die platformunabhängigkeit ist von java gesichert insofern du alles mit lieferst was man für dein ding braucht

jpackage muss halt einmal auf dem jeweiligen OS erstellt werden dann hast du einen installer der afu zb jedem mac funktioniert
im jpackage kannst du auch die mac zertifikate usw angeben und das soltle soweit auch funktionieren

es gibt aber auch andere möglichkeiten wie zb binaries zu erstellen aber das sind halt keine installer
die isntaller erstellen dir halt solche system dateien dass wenn du windows drückst und suchst wird dir das programm auch vorgeschlagen mit dem icon das du eingestellt hast usw
( funktioniert besser als wenn du bei windows die windows taste drückst und nach einstellungen suchst da dir da nicht mal das eisntellungs bild angezeigt wird und jaaaaaaa ich muss über windows lästern 😎 )
 
@Mart hat es schon etwas angesprochen:
Mit aktuellen Java Versionen wurde JLink (Java 9) und JPackage (Java 14) eingeführt. Damit lassen sich Images für Betriebssysteme bauen, die dann sehr gut weiter gegeben werden können.

Dabei ist es aber üblich, dies immer auf der jeweiligen Ziel-Plattform zu bauen. JLink kann prinzipiell auch Cross Plattform aber das ist nicht wirklich gut dokumentiert und führt auch schnell zu massiven Problemen (Wenn z.B. Abhängigkeiten auch Plattform Abhängig sind wie z.B. JavaFX).

Daher wäre meine Empfehlung, das Projekt mit einem der üblichen Tools (Maven oder Gradle) zu bauen, da dann JLink / JPackage mit aufzunehmen und dann auf den jeweiligen Plattformen zu bauen.

Wenn man keinen Zugriff auf die jeweilige Plattformen hat, dann bietet sich evtl. auch an, auf eine der vielen CI/CD Angebote zurück zu greifen. Diese bieten oft den Bau auf vielen Plattformen an. Ich meine, da wurde in der Vergangenheit z.B. github genannt.
 
Danke euch, hört sich gut an. Wie sieht es denn aus mit Publishing? Wenn ich eine Software im Internet anbieten will, benötige ich ja wohl ein Sign-Zertifikat. Wo holt man sich das am besten und am Günstigsten, falls überhaupt notwendig?
 
Das ist nicht notwendig und bringt auch nichts. Du kannst Dein Programm immer so zum Download bereit stellen.

Anders sieht es aus, wenn Du die Software in einem Store anbieten willst oder Du die Software für Windows zertifizieren möchtest oder so. Da gelten dann die Anforderungen des jeweiligen Anbieters.
 
Aber meckert dann der Mac des Users nicht, nach dem Motto: diese Datei ist nicht signiert/unbekannter Autor?

Installationspackages für Win kann man ja zwar auch problemlos ohne Signierung publishen, bloß sieht dass dann beim User nicht unbedingt schön aus, wenn bei der Installation als Erstes sowas wie "Unbekannter Herausgeber" angezeigt wird...
 
Hier ist die Frage, was Du erreichen willst. Du MUSST es nicht. Aber klar. Du kannst.

Die Frage ist, wie viel es bringt. Bei Windows sehe ich da keinen Gewinn. Die Idee hier ist ja sowas wie ein Vertrauensverhältnis, aber wer da einem Zertifikat vertraut ist selbst schuld. Vendor alleine bekommst Du auch so rein - ist dann halt nicht verifiziert.

Bei Apple sieht es schon anders aus. Apple dreht da die Security Schraube immer mehr an. Da ist halt beim ersten Start der Standard, dass man dann einmal in die Security Einstellungen muss um "dennoch öffnen" oder so zu sagen. Bei Linux ist das schon besser gelöst. Da wird hat auch signiert aber du kannst Dir Dein eigenen Key erstellen. Wieso alles Andere auch nur Quatsch ist und keine Sicherheit bringt, werde ich aber nicht tiefer erläutern (oder interessiert Dich das? Es würde an dem Ist Stand nichts ändern).
 
Danke für deine Antwort. Leider gestaltet sich der Fall bei mir so, dass es irrelevant ist, was ich selbst von der Kiste mit den Signaturen halte. Zielanwender ist der 0815-User von der Straße. Und der (da sprech ich aus Erfahrung) flippt schon aus, wenn irgendein Fenster mit Warnung vom Antivirus oder vom Betriebssystem aufgeht. Statt die Demo also zu testen, löscht er im Worst Case die Setup-Datei lieber direkt von der Festplatte. Da draußen gibt es halt 'ne Menge Leute ohne Computer-Affinität, denen man schlecht verklickern kann, wie sinnvoll oder unsinnig so'ne Signatur ist.

Aber jut, ich werde da mal wohl selber zu recherchieren müssen. Bei Sign-Certs für Win unterscheiden sich die Preise teilweise um's Mehrfache. Dachte, ich frage hier schnell, ob es da einen günstigen Anbieter a la Comodo gibt, den man nehmen kann...
 

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