"Hardware" mit Java steuern? Blinkende Würfel?

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Das sind doch keine Geheimwissenschaften, so dass jeder Student sich die Quellen suchen kann, mit denen er am besten klar kommt: eigenständiges arbeiten.
Wenn es ausschließlich ums eigenständige Arbeiten ginge, wäre ein Lehrer überflüssig. Ein Autodidakt braucht keinen Lehrer.
Klassische Anforderungen eins Lehrers
  • Psychische Stabilität und hohe Frustrationstoleranz
  • Hohe soziale Kompetenzen (insbesondere Konfliktlösungsfähigkeit)
  • Begeisterungsfähigkeit und Fähigkeit, andere zu motivieren
  • Hohes Interesse an der Auseinandersetzung mit fachlichen und gesellschaftsrelevanten Fragen und Problemen
  • Didaktisches und pädagogisches Know-how
 
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@Meniskusschaden welche zusätzlichen Anforderungen treffen auf Universitäten zu?
Anforderungen an den Dozenten?
Keine Ahnung!
Das war jetzt nicht die Anforderung;), sondern heißt, dass ich dafür kein Anforderungsprofil nennen kann. Mir ist nur wichtig, dass Studenten spätestens nach Abschluss des Studiums eigenständig Lösungen für neue Aufgaben erarbeiten können und es erscheint mir unrealistisch, wenn das nicht bereits während des Studiums abgefordert wird. Wie ein Dozent das macht ist mir eigentlich egal, die Hauptverantwortung dafür sehe ich ja ohnehin beim Studenten. Ob die Bereitschaft dafür da ist, sieht man meines Erachtens recht früh und meiner Erfahrung nach ändert sich so etwas leider kaum. Das Wesentliche ist für mich die Vorgabe der Lehrinhalte und das Ausfiltern derjenigen, die sie nicht erarbeitet haben. Von den Anforderungen aus #21 scheint mir dafür keine besonders wichtig zu sein.
 
Wir haben bei uns einen Prof, bei dem es schon schwer ist zu bestehen.

Der hat mal eine Klausur geschrieben, und hat-damit es mit der Zeit besser hinkommt-aus einer Aufgabe ein paar Dinge rausgenommen. Das hatte zur Folge, daß die Bearbeitungszeit entgegen seiner Intention wesentlich höher ausfiel.
Projektarbeiten bei diesem Prof sind der Wahnsinn, da er sich nie merkt oder aufschreibt was er eigentlich für Anforderungen an das Projektergebnis stellt. Hat man eines erfüllt, fallen ihm drei neue Dinge ein die er haben will.

Ansonsten ist mir dieser Prof vor allem dadurch im Hinterkopf, daß seine Vorlesung vornehmlich aus dem Vorlesen von Wikipedia-Artikeln besteht, die Vorlesung keinerlei roten Faden hat. Er mir am Anfang, wo ich es selber noch nicht Bescheid wußte, erklärt hat das ein Mikrocontroller (AVR, 8 Bit, explizit in Assembler programmiert) nicht Echtzeitfähig sei. Selber gerne Programmieraufgaben (keine Programmiersprache wie Java, sondern Relaisverdrahtung oder SPS-Programme) stellt, sich beim Lösen solcher Aufgaben aber regelmäßig blamiert weil er sich völlig verennt. Diese Programmieraufgaben haben auch stets einen Umfang den man gerade so noch im Kopf beherrschen kann, Methodiken, Werkzeuge, strukturiertes Vorgehen, kam dabei nie vor. Jedenfalls nicht bei ihm, zu unserem Glück hatten wir ja noch andere Professoren.
Problematisch kam dann auch noch der Symphatiefaktor dazu. Hatte man den nicht, dann war es doppelt schwer und wehe, man hat mit schlechtem Symphatiefaktor dort seine Abschlußarbeit geschrieben.

Also ja-es gibt miese Profs, sicher an jeder Uni.

Aber fragt mal danach, wieviele Bücher sich der durchschnittliche Student in der Bibliothek schon ausgeliehen hat. Und wieviele er davon nur für irgendeine Aufgabe brauchte, und wieviele er aus eigenem Interesse gelesen hat.
 
Die Menge aller Professoren ohne die Guten, die glauben, dass sie gut sind.
Meinst du jetzt:
Die Menge aller Professoren (ohne die Guten, die glauben, dass sie gut sind)
oder
(Die Menge aller Professoren ohne die Guten), die glauben, dass sie gut sind?;)

Ich gehe mal von Letzterem aus. Ich schätze, dass die Zahl nicht nur bei Professoren, sondern bei so ziemlich allen Berufsgruppen recht hoch sein wird.
 
Du könntest den Cube ein Arduino Herz verpassen und dann mit den entsprechenden Libs die Serielle Schnittstelle ansteuern. Auch könntest du einen ESP8266 einen ans Netzwerk angebundenen Würfel machen, den man dann mit einer art REST API ansprechen kann

LG
 
Ich möchte noch mal kurz an die Ausgangssituation erinnern, weil meine vorigen Statements gegen überbordenden Pädagogik- und Didaktik-Enthusiasmus sonst vielleicht viel radikaler erscheinen, als ich sie meine:

Das sind die Lernziele:
Es geht einfach darum, Grundkonstrukte wie Schleifen, Verzweigungen und Entscheidungen zu proben.
Und das sind die Studenten, mit denen wir es hier zu tun haben:
Das muss man sich immer wieder klar machen. Aufgaben, die kämpfen erfordern, werden kategorisch abgelehnt oder, wenn sie Hausaufgaben sind, an Freunde weitergegeben plus als Beschwerde eingereicht.
Selbst ein Array anzusprechen funktioniert null. Ich habe das 100x gezeigt, erklärt, mit Code-Snippets..... Sie müssten es also nur aus den eigenen (!) Unterlagen abschreiben, selbst das wird bei 90 % nichts und führt zu Verweigerung. Wenn du da nicht mit "Wow" Effekten kommst verlierst du hart....
Aus gutem Grund wird hier im Forum häufig propagiert, dass man z.B. nicht mit der GUI-Programmierung beginnen solle, bevor man nicht die Grundlagen erlernt hat. Und jetzt brauchen wir plötzlich Hardware-Projekte, um die Funktionsweise von Schleifen zu vermitteln?

Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn man Studenten interessante Aufgaben gibt, solange der Anspruch nicht darunter leidet. Im Fokus sollten dabei aber interessierte Studenten stehen, die auch mitarbeiten wollen. Wenn man dafür Ideen entwickelt, ist das bestimmt eine gute Sache. In der Konstellation, die @MaikHSW hier schildert, würde man da aber doch Perlen vor die Säue werfen.

Ebenso bedenklich finde ich aber auch, dass Beschwerden solcher Studenten offenbar tatsächlich ihre Wirkung entfalten. Wenn Hochschulen deshalb ihren Qualitätsanspruch herunter fahren, ist das keine ermutigende Perspektive. Vielleicht liegt auch darin ein Grund dafür, dass wir keine Großprojekte mehr stemmen, unsere Politiker nicht mehr mit eigenen Maschinen in's Ausland fliegen können und zunehmend die Gelegenheit verpassen, bei neuen Technologien aufzuspringen. Dafür braucht man nämlich "richtige" Informatiker und Ingenieure.
 
Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn man Studenten interessante Aufgaben gibt, solange der Anspruch nicht darunter leidet. Im Fokus sollten dabei aber interessierte Studenten stehen, die auch mitarbeiten wollen
Wenn Du unter interessant nicht nicht lösbar verstehst, stimme ich Dir zu....
Ich weiß nicht genau was @MaikHSW meint, aber ich kann mir kaum vorstellen dass sich 90% aller Studierenden weigern, die Grundlagen zu erlernen, wodurch dann zwangsweise die Lehre angepasst werden "muss" :(
 
Was mir noch einfällt:
Irgendwo hab ich mal über eine Untersuchung gelesen wo man den "Wert von Abstraktion" untersucht hat. Es ging dabei darum herauszufinden, wie gut Studenten oder Schüler etwas in anderen Fällen anwenden können, wenn man es ihnen möglichst abstrakt und allgemein oder anschaulich an einem Beispiel erklärt.

Das Ergebnis war in etwa, daß die, welche die abstrakte Erklärung bekamen, das Wissen wesentlich besser transferieren und auf fremde Probleme anwenden konnten. Die anschaulichen Beispiele wurden zwar schneller begriffen, die Transferleistung war aber deutlich schlechter.

Den ganzen Multimedia-Kram in der (Hoch-)Schule sollte man vielleicht mal in diesem Licht auf den Prüfstand stellen. Womöglich vernichtet der ganze Digitalisierungswahn noch das letzte bisschen Leistung, daß das sowieso schon miese Bildungssystem noch hervorbringt.
 
Ich habe ja nicht behauptet daß Transferleistung nur erlernbar ist und nicht etwa auf den individuellen Neigungen beruht. Ich bin mir auch sicher daß es eher weniger Menschen sind, die Transfer bevorzugen.
Die meisten meiner Klassenkameraden, früher in der Schule, kamen mit Auswendiglernen zumindest zurecht oder fanden es sogar gut während ich damit schon immer massive Probleme hatte (wenn es nicht gerade Gedichte oder Lieder waren, sowas hab ich seltsamerweise immer recht schnell auswendig gelernt).
Die Formeln, die ich während des Studiums auswendig gelernt habe, kann ich an einer Hand abzählen. Das meiste leite ich mir lieber rasch auf einem kleinen Zettel her.

Ich wollte eher die Frage aufwerfen ob es, so edel die Absicht dahinter ist, so sinnvoll ist (oder sogar kontraproduktiv sein könte), die Grundlagen so gut wie jeder Programmiersprache an einem möglichst spektakulären Projekt nahezubringen. Die Untersuchung spricht ja eher dagegen. Leider weiß ich nicht mehr wo ich das gelesen habe.
 
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