Erste Schritte Wie am effektivsten Java lernen als Anfänger?

Diskutiere Wie am effektivsten Java lernen als Anfänger? im Java Basics - Anfänger-Themen Bereich.
_Zabuza_

_Zabuza_

Hallo zusammen,

ich beginne am 1 September eine Ausbildung zum Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung und möchte bis dahin so effektiv wie möglich Java lernen.
Bin aktuell dabei mit die Basics bei zu bringen und bin damit fast fertig.

- Wie lerne ich am besten? Bücher, Youtube Videos/Tutorials, Apps/Websites, eigene Projekte etc.
- Wie viel Stunden täglich zu lernen wäre zu empfehlen?
- Habt ihr Websites die Ihr empfehlen könnt?
- Wie war euer Weg und was habt ihr falsch gemacht, was hättet ihr anders gemacht?

Würde mich sehr über eure Erfahrungen und Tipps freuen :)
 
mihe7

mihe7

Das hängt davon ab, welchen Hintergrund Du hast. Wenn Du bereits andere Programmiersprachen kennst, ist das etwas völlig anderes als wenn Du gerade das Programmieren anfängst. Bist Du totaler Anfänger, solltest Du die Finger von Youtube Videos lassen; nicht, weil die per se schlecht sein müssen aber ohne Erfahrung kannst Du das halt nicht beurteilen. Manche besorgen sich irgendwelche Kurse bei Udemy - ob das Zeug was taugt, weiß ich nicht.

An Deiner Stelle würde ich mir ein Buch zur Begleitung besorgen, einfach um den Einstieg zu finden. Die Oracle Tutorials sind m. E. nicht schlecht, allerdings kann ich schlecht beurteilen, wie gut man daraus als Anfänger lernen kann. Dass gibt es die Java Insel, die aber nicht als Einführung gedacht ist.

Egal, wofür Du Dich entscheidest, das wichtigste ist learning by doing. Nicht zu viel auf einmal wollen (gerade am Anfang keine GUIs). Aufwand kann ich Dir nicht sagen; wir hatten hier schon mit Schülern zu tun, die in kürzester Zeit durchaus brauchbares lieferten und auf der anderen Seite mit Info-Studenten, die selbst nach Monaten die einfachsten Dinge nicht verinnerlichen konnten.
 
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TM69

Das hängt davon ab, welchen Hintergrund Du hast. Wenn Du bereits andere Programmiersprachen kennst, ist das etwas völlig anderes als wenn Du gerade das Programmieren anfängst. Bist Du totaler Anfänger, solltest Du die Finger von Youtube Videos lassen; nicht, weil die per se schlecht sein müssen aber ohne Erfahrung kannst Du das halt nicht beurteilen. Manche besorgen sich irgendwelche Kurse bei Udemy - ob das Zeug was taugt, weiß ich nicht.

An Deiner Stelle würde ich mir ein Buch zur Begleitung besorgen, einfach um den Einstieg zu finden. Die Oracle Tutorials sind m. E. nicht schlecht, allerdings kann ich schlecht beurteilen, wie gut man daraus als Anfänger lernen kann. Dass gibt es die Java Insel, die aber nicht als Einführung gedacht ist.

Egal, wofür Du Dich entscheidest, das wichtigste ist learning by doing. Nicht zu viel auf einmal wollen (gerade am Anfang keine GUIs). Aufwand kann ich Dir nicht sagen; wir hatten hier schon mit Schülern zu tun, die in kürzester Zeit durchaus brauchbares lieferten und auf der anderen Seite mit Info-Studenten, die selbst nach Monaten die einfachsten Dinge nicht verinnerlichen konnten.
Ich hatte mir damals aus meinem Bereich auch ein paar Videos zugelegt bei Udemy. Ich muss hierbei ganz klar festhalten.

1. Kaufe keine Videos auf deutsch (Tutoren taugen nichts) kauf dir lieber englische.
2. Schau dir an wie die Bewertung ist
3. Schau dir an ob es Engländer oder Amerikaner sind, Inder haben einen besch... indischen - englischen Akzent drauf

Ansonsten kann ich Mihe nur recht geben.

Fange an kleine Programme zu schreiben, falls du noch nie Programmiert hast. z.B. Gebe auf der Konsole die Rechnung 2 + 5 mit Ergebnis aus.

Ansonsten kann ich dir für den Anfang das Buch von Christian empfehlen: "Java ist auch eine Insel"
 
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TM69

Hallo zusammen,

ich beginne am 1 September eine Ausbildung zum Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung und möchte bis dahin so effektiv wie möglich Java lernen.
Bin aktuell dabei mit die Basics bei zu bringen und bin damit fast fertig.
um aber nochmal auf deine Fragen zu kommen

- Wie lerne ich am besten? Bücher, Youtube Videos/Tutorials, Apps/Websites, eigene Projekte etc.
Vor über 30 Jahren habe ich mein erstes Programm auf dem C64 geschrieben, ich habe damals, wie du auch mit kleinen Lernerfolgen angefangen. Danach habe ich mit einem damaligen Schulfreund zusammen, einen kleinen Editor geschrieben, und so ging es immer weiter.

Dabei gilt bei mir aus Fehlern lernt man. Deshalb sind Bücher, Webinare, ein paar wenige Websites (hier gilt meistens das was Mihe oben schon erwähnt hatte, im Grunde kannst du (eigene Schätzung 95%) der Websites echt vergessen.
Mir persönlich kommt es manchmal so vor als wollen sich die Leute nur profellieren und schreiben teilweise unverständliche oder fehlerhafte Websites. Insbesondere die Websites, die es nicht erlauben einen Kommentar zu hinterlassen.

Deshalb mein persönlicher Rat, schreibe eigene kleine Projekte, verfeinere sie, bau sie aus, denn nur durch Fehler lernt man.

- Wie viel Stunden täglich zu lernen wäre zu empfehlen?
Das ist eine schwierige Frage. Mein persönlicher Tip ist, programmiere solange du Spass daran hast. Bei mir persönlich ist es so das es Tage gibt da sitze ich bis spät in den Abend hinein an meinem eigenen Projekt, während es andere Abende gibt, wo ich einfach nur mal entspanne und nichts an meinem Projekt tut. DENN, du kannst noch soviel programmieren, es wird immer irgendetwas neues geben.

- Habt ihr Websites die Ihr empfehlen könnt?
s. Punkt 1. Auf Anhieb würde mir persönlich (aber das immer Geschmackssache), keine einzige Seite inkl. TutorialPoint, Baeldung und Co einfallen, die ich empfehlen könnte. Jede Site hat ihr Stärken und Schwächen.

- Wie war euer Weg und was habt ihr falsch gemacht, was hättet ihr anders gemacht?

Würde mich sehr über eure Erfahrungen und Tipps freuen :)
Jetzt wirds persönlich 😁 😁 😁

IIch bin jetzt 51. In dem Alter wird man Bescheiden, lässt einige Leute über einen reden (dieses habe ich am Anfang auch zu @JustNobody geschrieben), denn man weis selbst was man in seinem Leben geschafft hat, und was nicht. Und stellt dann ganz schnell fest dass diese Personen (auch in meinem Alter) noch nicht ansatzweise geschafft haben, was ich bis jetzt geschafft habe. - Was ich nur ausdrücken will ist, ich hoffe ich bin (trotz einigen Erfolgen) noch auf dem Teppich geblieben und rede eigentlich ungern über mich persönlich.

Aber da du gefragt hast, "Wie war mein Weg", sollst du auch eine Antwort bekommen.
Wie gesagt ich bin 51 Jahre alt, meinen ersten Rechner, einen C64, habe ich zu Weihnachten erhalten, in dem Jahr als Ghostbusters in den Kinos lief.

Bin dann Umgestiegen auf den damaligen Amiga 500 und habe hier mit C/C++ angefangen. Habe während meines Studiums habe ich nebenher als Entwickler gejobbt und habe damals schon (auch aus anderen Studienfächern, die begrenzt mit Programmierung zu hatten), meinen Mitkomulitonien bei ihren Aufgaben geholfen. Dieses, und meine eigenen Lösungen zu Aufgaben, führten dazu das ich bei einigen Profs bekannt war wie ein bunter Hund - positiv gesehen. (Hab mich erst vor kurzem mit meinem Studienfreund darüber unterhalten, dass Anfangs einige Profs mir nicht abkaufen wollten, dass diese Lösung / Programm von mir stammte 😁 ).

Aber weiter gehts 😁 Danach habe ich freiberuflich gearbeitet. Unter anderem als technischer Projektleiter im Projekt Steuererklärung online (Elster) und als FH Dozent. Nach dieser Zeit bin ich als Enterprise Architekt bei VW eingestiegen. Durch die Krankheit meiner damaligen Frau war ich gezwungen in eine andere Firma zu wechseln, Deshalb bin ich in ein englisches Consulting Unternehmen als Agiler Coach (Scrum zertifiziert) und Projektleiter (Projektleiter zertifiziert) eingestiegen. Seit ein paar Jahren bin ich jetzt Selbstständig (England, Schweiz, Deutschland und mit einem Freund Russland), helfe hier, soweit es meine persönlich Fachkompetenz zulässt - Entwickeln tue ich eigentlich nur noch für Freunde (eigene Firmen) und Spaß daran.

Mein Arbeitsumfeld ist heute mehr IT - Management.
 
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M

M.L.

Zusätzlich:
Java lernen.
... Basics
Java ist ein grosses Feld, mit dem neuen Java 14 kann man neuere Methoden zur Problembearbeitung oder -vermeidung als "Basics" ansehen (oder seit Java 8 die Optionen Streams und Lambdas zu verwenden). Grundsätzlich sollte man aber immer beachten, WAS da im Hintergrund (Speicherverbrauch, CPU, Bit-Verschiebung, Laufzeitverhalten eines Algorithmus, ,...) beim Favorisieren oder Verwerfen diesen oder jenen Ansatzes (einer IDE, eines Frameworks,...) vor sich geht. Beispiele zum Selbstrecherchieren: "enum vs. switch-case", "Linked List vs. Array", "JPA vs. Hibernate"...
 
MoxxiManagarm

MoxxiManagarm

- Wie lerne ich am besten? Bücher, Youtube Videos/Tutorials, Apps/Websites, eigene Projekte etc.
Das hängt absolut von deiner Person ab, jeder lernt anders. Die meisten Entwickler sind aber praktisch veranlagt und lernen am besten durchs Tun. Eigene Projekte sind daher ein guter Weg. Ich kann dir aber auch Seiten wie condingbat.com empfehlen um Grundlagen zu festigen.

Wie viel Stunden täglich zu lernen wäre zu empfehlen?
Auch das hängt völlig von deiner Person ab und was du als "lernen" betrachtes. Pures Lesen würde ich selbst vielleicht 1-2 Stunden machen, auf keinen Fall mehr. Interessanter wäre doch, wenn du Softwareentwicklung als dein Hobby ansiehst und Spaß daran hast. Dann kann das leicht zu deiner Abendbeschäftigung werden anstatt z.B. Netflix oder Gaming. Eine Beschäftigung, bei der du ganz nebenbei deine Programmiererfahrung weiterentwickelst. Fast alle Entwickler die ich kenne, haben private Projekte. Mein Hobby(-projekt) ist z.B. auch dieses Forum, ich wachse auch an den Problemstellungen anderer auf diese Weise.

Habt ihr Websites die Ihr empfehlen könnt?
Wie oben erwähnt codingbat.com o.Ä. für Grundlagen. Ansonsten programmiere doch einfach mal ein paar einfache Spiele nach wie TicTacToe, Snake, Sudoku...

Wie war euer Weg und was habt ihr falsch gemacht, was hättet ihr anders gemacht?
Ich habe kein abgeschlossenes Informatikstudium und bereue es nicht. Ich habe mich selbst dorthin gebracht wo ich bin auf basis einer einfachen technischen Ausbildung. Einzig und alleine wünschte ich ich hätte in der Schule schon gewusst, dass mir das Spaß macht, dann hätte ich dort schon den optionalen Informatik Kurs belegen können. Schade, dass Schüler kaum damit in Berührung kommen, dann gäbe es vielleicht nicht so einen Mangel. Meinen Weg zur Softwareentwicklerin würde ich immer wieder genau so wiederholen. Aber ein persönlicher Rat: Versteife dich nicht zu sehr auf Java. Java ist eine einfache und interessante Sprache, gut geeignet zum Einstieg. Aber in der Praxis hat Java nicht mehr die Stellung welche es mal hatte. Im Frontendbereich dominiert die Webtechnologie. Selbst Desktop-Apps werden immer mehr mit Webtechnologien erstellt und ggf. mit anderen Mitteln zur Desktop App gemacht. Gutes Beispiel: Skype. Skype wird durch electron zur Desktop App. Für Scripting ist Java wiederum zu viel Boiler. Den größten Stellenwert hat Java noch im Enterprise Bereich, aber selbst dort wird es stark von NodeJS Backends angegriffen. Daher mein Rat: HTML, CSS, JS -- diese Technologien solltest du dir neben Java auch auf jeden Fall aneignen. Ich habe das sehr spät getan und vielleicht ist das tatsächlich auch noch ein Punkt, den ich etwas bereue.
 
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TM69

Wie oben erwähnt codingbat.com o.Ä. für Grundlagen. Ansonsten programmiere doch einfach mal ein paar einfache Spiele nach wie TicTacToe, Snake, Sudoku...
sicher das sie codingbat.com heist? Ich hätte mir gerne die Seite angesehen, aber wenn ich codingbat.com aufrufe erhalte ich nur Weiterleitung auf Werbung.
 
MoxxiManagarm

MoxxiManagarm

Das hängt absolut von deiner Person ab, jeder lernt anders. Die meisten Entwickler sind aber praktisch veranlagt und lernen am besten durchs Tun. Eigene Projekte sind daher ein guter Weg. Ich kann dir aber auch Seiten wie condingbat.com empfehlen um Grundlagen zu festigen.
Ich sehe gerade ich habe bei der ersten Erwähnung ausversehen ein n zu viel reingebracht, eventuell hattest du das erwischt.
 
J

JustNobody

Es ist schon extrem viel gesagt worden, dem ich durchgehend zustimmen kann. Was wie gut für Dich geeignet ist, musst Du für Dich heraus finden.

Generell ist klar: Jede Stunde, die Du Dich mehr damit beschäftigst, desto mehr lernst Du. Aber gerade bei so etwas ist dann ggf. wichtig: "Lernen zu lernen". Dazu gehört u.a.:
- Die beste Methodik für Dich ermitteln. (Ich z.B. finde Videos fast durchweg Zeitverschwendung. Das sind nette Dinge und ich habe bei der Learning Plattform von O'Reilly viele interessante Live Sessions mit gemacht (Uncle Bob zu Clean Code kann ich durchaus empfehlen! Aber auch was so manche Spring Experten so gebracht haben, war schon interessant ... Reactive Spring Einführung kann ein guter schneller Start in diese Materie sein!), aber sie kommen nicht an ein gutes Buch oder eine gute Dokumentation heran. Bücher haben den Vorteil, dass man selbst das Tempo sehr gut bestimmen kann und oft ist dies bei mir deutlich höher als bei Videos, da ich die Geschwindigkeit individuell anpassen kann. Leichte Kost wird schnell gelesen, harte Kost langsam mit Pausen zum Nachdenken ... Bei Videos geht das zumindest bei mir nicht.
- Die besten Lernzeiten - Wann kannst Du am sinnvollsten lernen? Wie schaffst Du es, dass Du aufnahmefähig bist? Auf Deinen eigenen Körper achten! So habe ich beim Lernen klar gelernt, sehr genau auf meinen Körper zu achten und auf Signale zu reagieren. Wenn meine Aufmerksamkeit nachlässt, dann merke ich das und reagiere entsprechend mit einer Pause oder ähnliches ...

Ansonsten ist die Anwendung das A und O. Es gibt halt so Studien, was man behält und was nicht oder weniger. Und etwas aktiv getan/umgesetzt zu haben, hat den größten Erfolg.

Und bei der Software Entwicklung ist vieles eine Gewohnheitssache. Sinnvolle Namen für Variablen, Methoden, Klassen incl. dem Refactoring um etwas schnell zu ändern. Oder Methoden aufzuteilen in mehrere Methoden, doppelten Code eliminieren u.s.w. - Einfach alle Clean Code Bereiche würde ich hier aufführen wollen. Daran muss man arbeiten. Und zwar ständig. Daher würde ich auch empfehlen, einmal auf clean-code-developer.de zu schauen. Dort wurden Grade aufgesetzt und man fängt einfach an und wenn man das (halbwegs) beherzigt, dann geht man zum nächsten Grad über ...
Unter Anderem kommen da auch Grundlagen für vernünftiges Arbeiten zur Sprache. Ohne gewisse Dinge lässt man es halt besser lieber gleich bleiben (um es etwas überspitzt zu sagen).

Was am Anfang schwer ist: Versuche die Thematik / Absichten einer Technology zu begreifen. Einen Anfang in einer Technology findet man schnell und schmiert dann sonst was zusammen. Das ist aber dann oft nicht gut und teilweise ist es entsetzlich, was man so alles im Web findet. Beispiel JavaFX. Da kann man so schön Model/View/Controller trennen, Abhängigkeiten minimieren und so Vielseitigkeit erlauben. Aber was man dann zu 80% findet nutzt die Möglichkeiten nicht und die Leute "frickeln" einfach rum. (Meine persönliche Einschätzung, aber da mag ich auch daneben liegen.) Im .Net Bereich habe ich dies "CodeProjecten" genannt. Auf einer Webseite CodeProject findet man massiv Codeschnipsel, die irgendwas machen. Und dann hat man sich halt an eine Masse an Codeschnipseln bedient ohne es zu verstehen und ohne auf viele wichtige Dinge zu achten ... So funktioniert Software Entwicklung nicht aus meiner Sicht. Aber das ist erneut eine individuelle Sichtweise von mir.)

Das einfach einmal etwas von meiner Seite. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Lernen und viel Spaß an der Sache (Spaß zu haben beschleunigt das Lernen gleich massiv!)
 
M

Mr_Walter

Heyho Zabuza,

ich hab das ein oder andere Buch zum Thema lernen bereits gelesen und kann dir daher den ein oder anderen Tipp geben.
Falls es dich interessiert hier ist ein wirklich gutes und auch kurz gehaltenes Buch:
(Durch den Link verdiene ich nichts. Ist kein Affiliate Link. Hab nur Amazon gewählt, weil ich selbst immer bei Amazon einkaufe.)

Generell gilt, dass es besser ist etwa täglich zu lernen anstatt sporadisch. Nach deiner Nachricht zu urteilen hast du das ja auch vor.
Die Dauer ist nicht so entscheidend wie das Wie.

Es gab eine Studie an einer Musikschule (an der man nur angenommen wurde, wenn man bereits gut war und man sich verpflichtete 6 Stunden täglich zu üben). Man hatte dort sich die Schüler ausgesucht die zu den besten gehörten und die durchschnittlichen. Nun wollte man wissen was die einen anders machten als die anderen. Jedoch schien es keine große Unterschiede zu geben. Beide lernen 6 Stunden am Tag und auch die Stücke waren die gleichen bzw. identisch. Was aber bei den besten anders war als bei den durchschnittlichen war, dass diese anders lernten.
Statt einfach die Stücke zu spielen. Haben die sich auf die Noten und deren Ergebnis konzentriert. Anstatt bei einem Fehler einfach weiter zu spielen hielten Sie sofort an und fingen von vorne an und das solange bis sie das Stück vollkommen Fehlerfrei mindestens 1 mal spielten.

Um diese Geschichte mit einem Zitat des Weltbesten Gitaristen zu würzen: "Ein guter Gitarist spielt ein schwieriges stück immer wieder. Ein sehr guter, wiederholt die schwierigen Stellen."

Mit anderen Worten:
Anstatt einfach etwas zu programmieren sollte das was du programmierst über deinem aktuellem können liegen. Es muss immer eine kleine bis größere Herausforderung sein an der du dann wachsen kannst. Such dir also bewusst Übungen die du nicht sofort lösen kannst sondern dich noch zusätzlich irgendwo einlesen musst wie das eine oder andere funktioniert oder du doch schon mehr Hirnschmalz einsetzen musst. Es sollte aber auch nicht zu schwer sein, dass du es nicht auch selbstständig lösen kannst. Sonst kann das auf Dauer demotivierend werden, wenn du immer irgendwo (wie diesem Forum) immer nachfragen musst. Zusätzlich ist der Lernerfolg dabei auch nicht gerade groß. Es gilt weniger Fragen ist mehr Lernen.
Es ist sogar so, dass alleine wenn du erstmal danach lange googln musst und dann erst irgendwann zu der Lösung kommst mehr Lernerfolge bringt als wenn es dir jemand einfach erklärt. (Theoretisch wäre es sogar besser, wenn du erst in eine Bibliothek laufen müsstest und dort dir erstmal ein Buch suchen musst, dass dir bei der Lösung hilf. Doch das wäre etwas zu viel des guten. :D Google reicht auch da schon. Solange du nicht sofort bei jeder Schwierigkeit google fragst. (Studien zeigten, dass solche Menschen ein schlechteres Gedächtnis haben und auch schlechtere kognitive Leistungen.))

Eine weitere Wichtige Sache beim lernen ist:
Vom groben zum feinen! Es macht wenig Sinn am Anfang was über Clean Code zu lernen und wie man seinen Code verbessert. Gerade zu Beginn ist es wichtig Spaß an dem Thema zu entwickeln und dann immer weiter darauf aufbauen. Lerne erstmal die Groben Sachen. Du musst nicht am Anfang die Feinheiten (Details) kennen oder diese sofort beherrschen.
Beispiel: Wenn du ein Buch schreiben willst, macht es kein Sinn nur die Sätze aufzuschreiben die sofort perfekt sind. Sondern einfach drauf los schreiben und es fertig schreiben und dann Korrekturen vorzunehmen.
Die Theorie kannst du auch nebenbei machen (Optimal wäre 1 Stunde Theorie und 1 Stunde Praxis). Jedoch kann auch das schnell frustrieren. Daher kann man erstmal etwas üben in der Praxis und dann wird die Theorie sowieso von alleine kommen (Du wirst ja immer wieder was nachgucken müssen, wenn es außerhalb deines Könnens liegt.)

Welches Medium dabei das bessere ist hängt sehr stark von dir ab. Wenn man den Lehrer nicht mag lernt man weniger bis Garnichts. Am besten ist es natürlich, wenn du die Geschwindigkeit vorgibst und nicht andere (Dadurch würden nur noch Bücher übrig bleiben, weil diese das Optimum darstellen). Es gibt 3 generelle Typen (ich werde es kurz halten.):
1. Menschen die das sehen mehr brauchen (Also eher räumliches Denken). Diese müssen es sich vorstellen können oder selber sehen (Videos, fertige Codes, viel eigenes Üben und trial and error).
2. Die die das hören mehr brauchen (perfekt für Video und Audio).
3. Dann noch die haptischen (anfassen). Diese eignen sich gut für Bücher.
Generell ist es immer gut, wenn man seine Erfahrungen auf Gefühle legt, da dies viel tiefer geht bei lernen oder das neue Wissen an bereits vorhandenes knüpfen kannst (Aus anderen Lebensbereichen bzw Themen).
Beispiel: Wenn du Stunden an einem Problem hängst und bereits extrem frustriert bist und dann die Lösung endlich findest. Dann wirst du dir diese auch sehr gut einprägen.

Ich selber hab mir paar Videos angeschaut und mache Übungen von einer Seite. Kannst es dir mal anschauen und gucken was dir so gefällt.
https://wiki.freitagsrunde.org/Javakurs/Übungsaufgaben (Die haben sogar die Musterlösung)
Hier noch eine Video Reihe die du für den Groben Einblick verwenden kannst. (Für mich ist das einfach zu viel auf einmal.)
Ich hab mir auch das Buch "Java ist auch eine Insel" besorgt und kann es nicht wirklich empfehlen. Es sei denn man findet sehr viel Theorie geil oder kann auch ohne viel Vorstellungsvermögen lernen (Also nicht unbedingt für die Sehen Typen geeignet) Wenn man sich bereit ist etwas durch zu quälen kann man sich das holen (ist für mich eine nette Ergänzung. Aber nicht gerade ideal zum selbst beibringen.)
Es kann sogar viel Sinn machen sich einfach ein paar Code Schnipsel mit bestimmten Funktionen zu suchen und diese dann aufzuschlüsseln (also zu schauen wie diese funktionieren). Wenn man es verstanden hat sollte man eigenes Praxis Beispiel dafür ausdenken und programmieren.

Zum Schluss:
Mach dir keinen Stress. Versuch nicht zu viel auf einmal zu lernen. Es bringt mehr erstmal eine Sache zu verstehen und dann zur nächsten zu gehen als viele Themen sofort können zu wollen. Erstmal ist es wichtig das du Java kennen lernst. Dann kannst du immer noch andere Sprachen lernen.

Lerne solange bis du merkst das es nicht mehr geht. Du bereits Kopfschmerzen bekommst oder dich nicht mehr voll konzentrieren kannst. Dann mach besser noch etwas weiter (Die meisten hören zu schnell auf.) Wenn du dann wirklich merkst, dass es überhaupt nicht mehr geht. Kannst du aufhören. Du wirst feststellen, dass du immer länger durchhalten kannst und länger dich konzentrieren kannst. Wenn du wirklich den Punkt erreichst wo deine Konzentration gegen Null ist. Dann solltest du definitiv aufhören. (Manche gehen nicht weit genug und andere zu weit) Jeder weiß für sich am besten zu welchem Typen/in er oder sie gehört.

Wenn du merkst das etwas viel zu schwer ist. Dann lass es bleiben und mach erstmal leichtere Aufgaben und dann geh später dahin zurück. Du willst dauerhaft dazu lernen und nicht dir jeden Spaß daran kaputtmachen. Genauso wenn du etwas nicht verstehst (z.B. Bei den Themen die hier gepostet wurden kann man sich bereits denken, dass diese nicht gerade für Anfänger geeignet sind und somit eher demotivieren.)

Das schwierigste ist es anzufangen. Wenn du das hinter dir hast dann ist das schwierigste bereits hinter dir und alles andere ist nur noch durchziehen. Am ende Gewinnen immer die die bis zum Schluss dran bleiben und das ist nicht nur beim programmieren so, sondern in allen Lebensbereichen!

Ich hoffe, dass es für den Anfang ausreicht. :D
 
Thema: 

Wie am effektivsten Java lernen als Anfänger?

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