Welche Datenstruktur für welche Problemstellung?

Guten Morgen,

ich wollte einfach mal Fragen, für welche Sorte von Problem sich welche Datenstruktur am besten anbietet.

Wenn ich bspw. mit wenigen Elementen arbeite und etwas einfügen oder verändern etc. möchte bietet sich ja eine ArrayList an, dann gibts ja auchnoch so spezielle Sachen wie HashTables oder grundlegende Sachen wie Binärbäume oder bei festen Mengen ein ganz normales Array etc.

Man mag zwar jetzt sagen, das muss jeder selbst rausfinden, aber gibts nicht auch von euch Vorschläge zu bereits in Java enthaltene Lösungen zu bestimmten Mengen an Daten oder gewünschten Funktionen?

Ich hätte da bspw. im Moment das Problem, dass ich eine beliebige Anzahl von jeweils zwei zusammengehörigen Strings speichern möchte. In der Struktur muss ich, da es ziemlich viele "Stringpaare" werden, schnell suchen können, aber es soll auch einfach zu verwalten sein und wird bei jedem Start des Programms aus einer Textdatei eingelesen. Das ganze sieht also quasi aus wie eine Tabelle mit 2 Spalten.

Ich habe schon über den Einsatz von HyperSQL nachgedacht, schrecke aber im Moment aus Zeitmangel für den Erwerb der Kenntnisse noch davor zurück.

Praktischer ist eine Textdatei auch daher, da sie leicht zu editieren ist und so, zentral gelagert, relativ schnell geupdatet werden kann.

MfG DM 🙂
 
In der Struktur muss ich, da es ziemlich viele "Stringpaare" werden, schnell suchen können,
Was stellt dieses Stringpaar dar? Ich würde ein Objekt draus machen zb Vorname und Nachname wäre Person; xPos, yPos wäre Punkt.. diese Objekte dann einfach in einer ArrayListe verwalten

Oder sind es einfach Key Value Pars, dann würde ich eine HashMap nehmen. Also was genau steht fachlich hinter den Strings?

und was bedeutete viele? Mit welcher Zahl kannst ungefähr rechnen?
 
Was meinst du denn mit "nach string-paaren suchen".

Spontan würde ich jetzt für die Abblidung zwei Array-Lists nehmen in die du jeweils den ersten String bzw den zweiten String des Paares rein packst. Über den Index kannst du dann leicht die Paare zusammen führen. Einfürgen und löschen geht auch gut.

Aber wie gesagt: Ich weiß nicht genau was du meinst.
 
Prinzipiell nimmst Du die Datenstruktur, die am ehestens auf Dein Problem passt. Schau Dir einfach mal die gängigen Java-Datenstrukturen aus der Collections-API an. Ohne deren Bedeutung wirst Du es sehr schwer haben.
 
Im allgemeinen nimmt man die Datensstruktur (bzw. das Interface) das "minimal" in bezug auf die zu erfüllenden Anforderungen ist. Wenn man eine Methode machen will wie
Code:
void printAllElementsOf(...???... something)
{
    for (Object object : something) print(object);
}
dann würde man dort keine ArrayList übergeben, und auch keine List, sondern bestenfalls eine Collection, oder eigentlich sogar nur ein Iterable.

Wenn man schnellen Indizierten Zugriff braucht, nimmt man eine List.
Wenn man schnelle Enthaltenseins-Abfragen braucht, und alle Elemente nur einmal vorkommen, nimmt man ein Set...

Was für deine Stringpaare am besten wäre, hängt davon ab, was du wie (und wie oft) damit machen willst.
 
vielen Dank für den Hinweiß mit den Collections:

Galileo Computing :: Java ist auch eine Insel – 12 Datenstrukturen und Algorithmen
das habe ich dazu gefunden.

Bei den Strings handelt es sich um zusammengehörige Pfade von Dateien und nach einiger Laufzeit, könnten durchaus einige zehntausend entstehen. Das ist in der Informatik natürlich noch nicht viel, aber auf dem Heimcomputer kann das schon mal langsam werden.

Ich denke ich werde dann einen Hashtable oder eine Treemap verwenden. Wobei zweiteres sich beim Suchen auszeichnen soll.

Ich habe zwar im Informatikgrundkurs schon einiges gelernt über Sortier- und Suchverfahren und auch Datenstrukturen, habe aber gehofft, dass es vielleicht gängige, bereits implementierte "Standards" gibt mit denen man bestimmte Probleme einfach lösen kann.

MfG DM
 
man sollte auch wissen, es muss nicht nur eine Datenstruktur geben. Datenstrukturen kann man auch während der Laufzeit ändern oder mutieren lassen. Ich machte es schon seit langem, dass ich für bestimmte Probleme bei selben Daten eine HashMap und eine ArrayList verwende. Natürlich ist da der Aufwand, die Daten in beide Strukturen einzufügen oder zu entfernen. Aber wenn der schnelle oder bequeme Zugriff wichtiger ist, als das Einfügen oder Entfernen, dann ist es von Vorteil.

Slawa
 
Solche Kombinierten Strukturen kann man ggf. auch in einer eigenen Implementierung des Interfaces verstecken. Sofern es (anders als bei List und Map) ein gemeinsames Interface gibt...
 
Beim GANZ groben Überfliegen ist mir aufgefallen, dass dort Interfaces und Implementierungen vermischt sind. Ein Vector ist eine List! Und dass ein Array nicht ins Collections-Framework gehört, erkennt man auch nicht. Für ein wirklich fundiertes Urteil müßte ich es komplett lesen, aber ich habe schon eine Vermutung, wie das Urteil ausfallen würde. Wo die Grenze verläuft, zwischen "bedenklich unpräzise" und "falsch" will ich jetzt aber mal nicht beurteilen.
 

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