OCP Vorbereitungsmöglichkeiten

K

kneitzel

Hallo zusammen,

ich überlege gerade, ob ich mich für Java auch zertifizieren soll. Kurzer Hintergrund: Ich habe in der Vergangenheit beruflich vor allem auf Microsoft Basis mit .Net und SQL Server zugebracht und habe in dem Bereich auch die eine oder andere Zertifizierung gemacht. Diese liefen aber immer mehr oder weniger im Eigentraining und ich bin dann nur zur Prüfung zu einem Unternehmen gefahren. Da ich mich gerade beruflich etwas umorientiere, darf ich in den Java / Unix Bereich wechseln (Nichts Neues, aber bisher war das nur mehr ein rein privates Engagement, aber auch schon mit Nutzung von Java EE/ Spring Framework für Server Komponenten und so .... Also nicht wirklich halbe Sachen ...)

Und so kommt es natürlich, wie es kommen musste: ich habe mich jetzt einmal etwas mit dem Thema Zertifizierung bei Java beschäftigt. Die neuen Zertifizierungen für Java 11 (1Z0-815 / 1Z0-816) sind ja jetzt raus gekommen und ersetzen die von Java 8 (1Z0-808 / 1Z0-809).

Und dann kommt natürlich noch die ganze JEE Arie die mit 1Z0-900 los geht ...

Aber nun komme ich zu meinem Problem: Für die beiden Java 11 Prüfungen habe ich bisher noch keiner wirkliches Material gefunden.
-> Ist das ein Bereich, den einer von euch evtl. etwas im Blick hat so dass er mir eine grobe Schätzung geben kann, wann hier mit den ersten Büchern gerechnet werden kann?
-> Je nach Dauer würde ich ansonsten doch erst noch einmal die Java 8 Zertifikate angehen. Da gibt es ja auch entsprechende Bücher, die man als Self Paced Training Kit nutzen kann.
-> Ich habe hier das "Java The Complete Referece, Eleventh Edition" von Herbert Schildt. Eine Überlegung von mir wäre, die Vorbereitung über dieses Buch durchzuführen um dann halt für jeden kleinen Abschnitt zur Vertiefung auch Testapplikationen zu bauen um so die Vertiefung hin zu bekommen. Ist das evtl. auch eine Vorgehensweise, die ausreichend sein müsste?

Bezüglich der JEE Zertifizierung habe ich bisher keinerlei Ansatz. Aber ich denke, dass das jetzt noch nicht im Scope ist, denn ich denke, dass die Zertifizierung des SE Bereichs vorgehen sollte... Oder seht ihr das als unsinnig an? Zumindest der Inhalt der OCA Zertifizierung (1Z0-808) sieht mir vom Inhalt her extrem basic aus - da hätte ich fast Lust, da einmal direkt hin zu gehen um zu sehen, ob man da nicht so 63% schaffen würde ...

Eure Sichtweise würde mich da einmal interessieren - Bin für jeden Hinweis dankbar.
 
ich kann aus Erfahrung von den 8er Prüfungen sprechen. OCA, OCP und JEE.

Ich fand alle 3 waren sehr auf auswendiglernen von Details ausgelegt. Damals habe ich mich mit enthuware.com vorbereitet. Das entsprach mMn zu etwa 90% den Fragen bei der Prüfung.

Ob das jetzt gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Ich persönlich finde die Zertifizierung ist zum grössten Teil für den Lebenslauf.
 
K

kneitzel

Danke für die schnelle Rückmeldung. Aber bezüglich Details: Ich habe bei .Net halt die Erfahrung gemacht, dass man da wirklich in extrem viele Themen reinschauen musste, die man sonst leicht übersehen hätte. So war halt sicher gestellt, dass man nicht irgend ein Thema komplett übersehen hat.

Natürlich ist so eine Zertifizierung für den Lebenslauf / hilfreich, ein Interview für ein neues Projekt zu bekommen, aber mir ist halt auch wichtig, das ich eben nicht irgendwelche Dinge übersehe. Man weiss halt nie, wann man es braucht (Ich fand es z.B. immer etwas peinlich, wenn externe Entwickler zu unserem .Net Team gekommen sind und den TraceListener / TraceSource von .Net nicht kannte und anfing, irgendwelche zusätzlichen Abhängigkeiten mit ins Spiel zu bringen.)

Und für mich ist das dann auch ein Abschluss / Lernkontrolle. Ich will die Themen ja meistern, und bei den bisherigen Zertifizierungen war das immer sehr interessant. (Vor allem fand ich beim SQL Server Developer interessant, dass man dann auch die Ergebnisse der Teilbereiche ausgewertet bekommen hatte und da konnte man gut Schwerpunkte erkennen, die ich gesetzt hatte. Bereiche, die wirklich wichtig waren, da hatte ich dann die 90+ Prozent sicher und ein oder zwei Bereiche, die ich als unnötig angesehen hatte, da hatte ich dann halt schlechter abgeschlossen (aber die Themen kannte ich auch, aber da haben dann kleine Details gefehlt, weil ich es nicht so sehr vertieft hatte).
 
Das einzige, was bei uns zählt, um jemanden in ein Projekt zu bekommen ist: Wieviele Jahre hat dieser jemand praktische Erfahrung in Technologie XYZ.
Zertifikate haben heutzutage nur noch einen sehr sehr geringen Wert. Das liegt hauptsächlich daran, dass (wie @thecain schon sagte) sie beweisen, dass du gut auswendig lernen kannst. Das ist aber in der heutigen Zeit keine wünschenswerte Fähigkeit. Viel wichtiger sind heute Fähigkeiten, wie Transferleisung von bekanntem Wissen auf neues Wissen, sich neues Wissen schnell anzueigenen und praktisch effizient googlen und "stackoverflowen" zu können.
Ich würde jemanden in einem Bewerbungsgespräch eher etwas komisch angucken, wenn er neben seinem Lebenslauf noch mit einer Handvoll Zertifikaten wedelt, und mich fragen: Wieso hatte derjenige es nötig, Zeit auf die Absolvierung solcher Zertifikate zu stecken... hatte er in seinem Projektumfeld keine Gelegenheit, sich mit diesen Dingen praktisch ausreichend zu beschäftigen?
Genauso wie bei .Net gibt es auch im Java Ecosystem eine Unzahl an Klassen, Packages und thirdparty Libraries und Tools, die im Projektalltag täglich eingesetzt werden und die niemand allesamt kennen kann. Du lernst in jedem Projekt jeden Tag neue Dinge, und in der heutigen Zeit ist es üblich, neue Tools/Libraries/Frameworks regelmäßig zu evaluieren und eventuell einzusetzen und existierende Software zu migrieren/refactoren. Denn sonst baut man heute schon die Legacy Software von morgen.
Kein Zertifikat kann einen auf so etwas vorbereiten, sondern nur die tägliche Arbeit in einem solchen Umfeld.
Wir haben bei uns in der Firma auch ein paar Leute, die vor 6-7 Jahren einmal ein Java Zertifikat (Associate Developer und zwei Leute auch den Architect) gemacht haben und das dort abgeprüfte Wissen ist heutzutage größtenteils obsolet.
Nicht zuletzt sind solche Zertifikate Geldmacherei für Oracle und die Zertifizierungsstellen.
 
K

kneitzel

Also dem kann ich mit meiner Erfahrung nicht ganz zustimmen. Alleine schon die übertriebene Darstellung ("noch mit einer Handvoll Zertifikaten wedelt"). Ja, da würde ich auch jemanden schräg ansehen :)

Ich weiss nicht, in was für Unternehmen Du bisher gearbeitet hast. Ich kann Dir von zwei der größten IT Dienstleistungskonzernen sagen, dass die Zertifizierung eben doch gewissen Wert hat. Aber Du hast 100% Recht: Sie spielt keine Rolle, wenn es um den Job geht. Da zählt nur das Interview, in dem es eben nicht um Zertifikate geht. (Aber ggf. sehr wohl darum, wie man die Zertifikate bekommen hat... Wäre dumm, da nicht nachzuhaken. Kann durchaus ein Mosaikstein sein ob und wie derjenige sich selbst weiter bildet oder nicht....)

Beleuchten wir dies doch einmal kurz:

- Was habt ihr denn vorliegen, wenn es darum geht, erst einmal zu entscheiden, wer potentiell in Frage kommt? Das sind kurze CVs, also nix mit genauen Details zu Projekten. Da siehst Du, dass jemand 5 Jahre in einem tollen Projekt gewesen sein soll, aber was seine Aufgabe in dem Projekt war, steht da nicht... (Er hat da die Büros reinigen dürfen und immer für frischen Kaffee sorgen dürfen?) Daher ist die Frage ja erst einmal, wer evtl. zu einem Interview kommen darf und wer vorab ausgesiebt wird.... (BTW: Ihr könnt vorab aussortieren? Mal für ein größeres Projekt versucht, mehrere Leute zu finden?)

- Unabhängig von der Frage:, ob man eher ein Interview zu einem neues Projekt bekommt: Der Wert in einem Konzern ist gegeben. Daher führen viele Konzerne ja diese Qualifikationen ja durch. Und wenn es dann zu Restrukturierungen kommt, dann sind die Zertifikate durchaus von Wert. (Fragt mich nicht nach dem wieso. Mag sein, dass Manager beim Golfen nebenher "Qualifizierungs-Quartett" spielen: "MCSA Windows Server 2016: 253", "Mist, ich habe nur 197!") ... Natürlich: teilweise sind gewisse Dinge notwendig für die Firmen um eben so einen Partnerstatus zu bekommen und zu halten. Das sind aber oft nicht die großen Mengen. Bei uns wird aber groß angelegt Zertifiziert. Da hat eigentlich jeder ITIL, damit Abstimmungen in Projekten mit TPL und PL besser laufen, haben viele PRINCE2 bekommen, Dinge wie MCSA muss man nicht erst erwähnen, durch die große Wichtigkeit von Clouds im IT Dienstleistungsbereich wird massiv Azure, Google Cloud, Amazon S3, ... zertifiziert....
==> Fimen, die dies massiv machen, die nutzen dies auch für irgendwelche Auswertungen...

- Nehmen wir eine große Firma mit einer entsprechenden Anzahl Mitarbeiter. Da wird auch durchaus nach Experten gesucht. Details über Projekte, Aufgaben und so, erfährt man weniger. Daher gibt es dann durchaus die Möglichkeit, in gewissen Datenbanken nach Zertifizierungen zu suchen. Aber auch danach, wer welche Tools / Hilfsmittel einsetzt. Also auch hier kommt dies durchaus mit ins Spiel.

Aber der andere Punkt, den Du angesprochen hast, ist durchaus richtig: Wie bekommt man denn diese Zertifikate? Unsinnige Druckbefüllungen (Auswendiglernen von Dumps). Alleine schon dass diese Wissensvermittlung immer weiter gestaucht wird, ist heftig. (Zwei PRICE2 Zertifikate, die eigentlich jeweils 1 Woche Training beinhalten, kann man in einer Woche machen. MCSA für den Windows Serer mit mehreren Prüfungen? Da reichen doch auch 4 Tage.... Da bekommt die Firma teilweise eigene Classroom Trainings für oder macht es Inhouse. Da ist der Sinn extrem zweifelhaft - klar. Ändert aber nicht wirklich etwas an dem oben genannten.)

Nur eben habe ich meine Sichtweise dazu auch deutlich gemacht meine ich. Ich habe eben nicht vor, dies so zu nutzen. Es geht nicht einmal um die Vorteile, die ich genannt hatte (Sorry, zu meiner Person habe ich schon öfters etwas geschrieben. Dürfte hier mit der Älteste sein im Forum mit entsprechender Berufserfahrung und da ich direkt bei großen Konzernen mit drinnen war habe ich da auch einiges bezüglich Restrukturierungen und Outsourcing und so miterlebt. Anfangs als Externer / Consultant aber später dann auch als Festangestellter. :) )
Und meine Nutzung von Zertifikaten als Kontrolle, ob das Gelernte wirklich sitzt, hat durchaus einigen Wert. Denn ich habe es ja schon angesprochen:
Es ist eine Schande für einen Entwickler, wenn er Basisklassen nicht kennt! Und das habe ich mehrfach erlebt im .Net Bereich. Natürlich kann man nicht alle externen Bibliotheken kennen. Darum ging es aber auch nie. Es ging um Basis-Klassen! Und das Java Framework sollte ein Entwickler doch bitte aus dem FF kennen. Oder als Datenbank-Entwickler sollte man wissen was denn ein PRIMARY Key genau ist und was der bedeutet. Da reicht es eben nicht: Ich habe da zwanzig Jahre in tollen Projekten auch diesbezüglich rumgefrickelt, lief auch immer irgendwie aber ich habe keine Ahnung, was ich da wieso gemacht habe. Oder weil du ja SO und Google erwähnt hast: "Das habe ich so von jemandem aus dem Web kopiert".
Klar ist das wichtig, dass man Google nutzen kann und schnell Zusammenhänge erfassen kann. Aber es reicht eben nicht, etwas zu finden und dieses dann einfach zu kopieren, also dies dann anzuwenden, in der Hoffnung, dass es funktioniert. Meine Erwartungshaltung ist ein Verstehen. Was machen denn die Aufrufe genau? Ist es der richtige Weg, dies zu nutzen?
(Beispiel Logging: Ist es der richtige Weg, nach .Net konvertierte Logging-Frameworks zu nutzen oder ist dies eben der falsche Weg? Wenn man Features benötigt, die die eingebauten Basis-Klassen nicht haben: Klar, mag eine super Lösung sein. Aber wenn man damit etwas macht, was man mit Boardmitteln auch problemlos so oder einfacher hin bekommen kann, dann ist das schlicht dumm, eine weitere unnötige Abhängigkeit einzubauen.)

Aber jetzt haben wir extrem viel geschrieben und diskutiert, um was es mir in diesem Thread in keiner Weise ging. Ich habe nie nach dem Wert der Zertifizierung gefragt (Großer Konzern mit starkem Betriebsrat -> Wenn das Management auf die Zertifikate wert legen möchte, dass muss es mich entsprechend schulen, d.h. es gibt Druckbetankungen mit anschließender Zertifizierung.), denn der Punkt ist mir relativ egal.

Frage nach möglichen Lernmaterialien habe ich gestellt. Der Hinweis zu enthuware ist gekommen. Danke für den Hinweis. (War etwas überrascht über den Preis, da habe ich damals andere Preise gesehen im .Net Bereich bei anderen Anbietern...) Ich werde es mir ansehen und mal schauen, ob man das nutzen kann für meinen Zweck. (Bei früheren Vorbereitungen habe ich sowas auch teilweise genutzt und da fand ich das teilweise als gute Anregung. Da waren meine Fragestellungen immer: Warum ist die richtige Antwort richtig? Wieso ist die falsche Antwort genau falsch? (Was macht der Code, wozu sind ggf. verwendete Klassen genau gut, was müsste man machen, damit der Code ggf. doch funktioniert.) Könnte also ggf. Sinn machen, das als Rahmen zu nutzen um sich dran entlang zu hangeln.

Vielen Dank auf jeden fall für eure Sichten und euren Input.
 
Nicht zuletzt sind solche Zertifikate Geldmacherei für Oracle und die Zertifizierungsstellen.
Ist es auch. Da die Zertifizierung alles nur Multiple-Choice -Fragen sind, die von einem Computer ausgewertet werden, verkommt die Zertifizierung in erster Linie zur einer Prüfung, wie gut man irgendwas auswendig lernen kann und ob man Fehler in fremdem Code entdecken kann. Das ist in etwa so, als müsste man bei der praktischen Fahrprüfung nicht selbst fahren, sondern nur erkennen können, welch Fehler die anderen Autofahrer machen. :oops:


Also dem kann ich mit meiner Erfahrung nicht ganz zustimmen. Alleine schon die übertriebene Darstellung ("noch mit einer Handvoll Zertifikaten wedelt"). Ja, da würde ich auch jemanden schräg ansehen.
Es gibt sogar Internetforen, wo User ihre vorhandenen Zertifikate gerne in ihren Beitragsignaturen posten. Und interessanterweise haben diejenigen mit den meisten Zertifikaten die größte Klappe und sich mächtig von sich eingenommen. Ich nenne das ganz gene den "digitalen Schwanzvergleich".


Wie bekommt man denn diese Zertifikate? Unsinnige Druckbefüllungen (Auswendiglernen von Dumps). Alleine schon dass diese Wissensvermittlung immer weiter gestaucht wird, ist heftig.
In so einer "Dump-Maßnahme" hocke ich zur Zeit. Von 0 auf OCP in 6 Monaten. Von absoluten Anfängern bis hin zu Leuten, die eigentlich direkt die Zertifizierungsprüfung machen könnten, ist alles unter den Teilnehmern vertreten. Allerdings haben sich die Anfänger weitesgehend aus dem Unterrichtsgeschehen ausgeklinkt, weil sie einfach nicht mehr mitkommen. Und selbst bei den Fortgeschrittenen rumort es inzwischen, weil es thematisch drunter und drüber geht und der Dozent krampfhaft versucht, den Leuten erstmal das OCA-Wissen einzuprügeln (die OCA-Prüfungen sollen Mitte Dezember sein, die OCP Anfang März). Allerdings heißt auswendiglernen nunmal nicht zwangsläufig auch gleich verstehen. Genau DAS glaubt der Dozent aber und ist dann jedesmal mächtig sauer, wenn es einer wagt, eine Frage zu Sachen zu stellen, die wir vermeindlich schon "behandelt" haben.
Am letzten Freitag haben wir eine Art "Prüfungssimulation" durchgespielt (d.h. 70 echte Fragen,wie sie auch in der OCA-Zertifizierung vorkommen könnten ). Und selbst diejenigen Teilnehmer, die schon ausgebildete Anwendungsentwicker sind oder zumindest umfangreiche Erfahrungen in Sprachen wie c# haben, sind nicht über 60% gekommen (um zu bestehen benötigt man 65%..).
Ich persönlich mache mir keine Hoffnungen, jemals die OCA oder gar die OCP-Zertifzierung zu bestehen, da ich eher der Typ Mensch bin, der sich Sachen durch regelmäßige Anwendung einprägt und nicht durch stupides Auswendiglernen. Die Zeiten,wo ich auch noch so überflüssiges Wissen wie ein Schwamm aufsaugen konnte, sind längst vorbei. Bin halt nicht mehr der Jüngste.


Aber es reicht eben nicht, etwas zu finden und dieses dann einfach zu kopieren, also dies dann anzuwenden, in der Hoffnung, dass es funktioniert. Meine Erwartungshaltung ist ein Verstehen. Was machen denn die Aufrufe genau? Ist es der richtige Weg, dies zu nutzen?
Genau das ist der Punkt, der dafür sorgt, dass ich ziemlich weit zurück bin beim lernen. Was ich zur Zeit lerne (mit Hilfe von Büchern oder Videotutorials), haben wir im Unterricht vor 6 Wochen behandelt. Aber es liegt mir einfach nicht, stupide etwas auswendig zu lernen oder fremden Code zu kopieren, weil ich unwillkürlich hinterfrage, warum das nun funktioniert, bzw was der Code da nun eigentlich macht. Denn nur wenn ich es verstehe, kann ich es auch in eigenen Projekten richtig anwenden.


Da waren meine Fragestellungen immer: Warum ist die richtige Antwort richtig? Wieso ist die falsche Antwort genau falsch? (Was macht der Code, wozu sind ggf. verwendete Klassen genau gut, was müsste man machen, damit der Code ggf. doch funktioniert.) Könnte also ggf. Sinn machen, das als Rahmen zu nutzen um sich dran entlang zu hangeln.
Geht mir genauso. Wie ich schon schrieb, lerne ich viel mit Büchern oder Videotutorials und baue die darin demonstrierten Sachen nach. In erster Line deshalb, weil ich es mir nur so merken kann. Nur zuhören oder lesen...da würde nix hängenbleiben.
Meist schreibe ich auch Unmengen an Kommentaren in den Code oder zusätzlich sogar eine Art "Programmablaufplan" in die Kommentare , wo Schritt für Schritt drinsteht, von wo nach wo Java eigentlich beim Ausführen eines Programmes springt und was es dort macht. Ab einem gewissen Punkt werden die Kommentare dann auch wieder weniger...nämlich dann, wenn ich das Gefühl habe, das Prinzip hinter dieser oder jener Funktion nun verinnerlicht zu haben.
 
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