Debian Etch als Server - Java 5 oder 6?

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hi,

auf einem Debianserver soll ein in Java geschriebener Server laufen.
Ganz normale Kundenverwaltung mit einigen Spezialfunktionen.
Technischer Anspruch:
Zugriff auf MySQL Datenbank (ohne besondere Beachtung der Performance).

Ich habe gelesen, beim JDBC wurde in Java6 etwas geändert.
Jetzt wollte ich nachfragen:
Ist es sinnvoller bei den Debianstandardpaketen (also Java 1.5) zu bleiben oder selbst Java 6 zu installieren?
Dann würde ich ja nämlich immer selbst für Updates etc. sorgen müssen...

Rechtfertigen die Neuerungen in Java6 sowas?
Auf den Clients habe ich schon Java6 v.a. wegen Sachen wie Systray.

Ahja und da wäre noch etwas:
Und zwar habe ich mich entschieden, dass ich die Netzwerkübertragung mit RMI realisiere.
Könnte ich da Probleme bekommen, wenn die Clients auf Java6 laufen und der Server auf Java5?


Vielen Dank im vorweg für eine Antwort 🙂
 
R.B. hat gesagt.:
Ist es sinnvoller bei den Debianstandardpaketen (also Java 1.5) zu bleiben oder selbst Java 6 zu installieren?
Dann würde ich ja nämlich immer selbst für Updates etc. sorgen müssen...
Liefert Debian Standardmäßig nicht nur Blackdown Java aus? ???:L

Bei Ubuntu liegt SUN's Java in Universe (,oder Multiverse ???:L ), ist das bei Debian anders?

Und zwar habe ich mich entschieden, dass ich die Netzwerkübertragung mit RMI realisiere.
Könnte ich da Probleme bekommen, wenn die Clients auf Java6 laufen und der Server auf Java5?
Müsste eigentlich funktionieren. Aber da es bei RMI um Serialisierung geht wäre die gleiche JVM auf Server und Client schon besser...
 
R.B. hat gesagt.:
Ist es sinnvoller bei den Debianstandardpaketen (also Java 1.5) zu bleiben oder selbst Java 6 zu installieren?
Dann würde ich ja nämlich immer selbst für Updates etc. sorgen müssen...
Das ist auch der Hauptgrund, den ich für die Entscheidung heranziehen würde.

Rechtfertigen die Neuerungen in Java6 sowas?
Das kannst nur du selbst wissen, denn nur du kennst die Anwendungen, die darunter laufen sollen. Generell würde ich davon ausgehen, dass es keinen Grund zu Java6 gibt. Aber wie gesagt, ich kann das wesentlich schlechter entscheiden als du.

Und zwar habe ich mich entschieden, dass ich die Netzwerkübertragung mit RMI realisiere.
Könnte ich da Probleme bekommen, wenn die Clients auf Java6 laufen und der Server auf Java5?
Das kann ich zwar nicht 100%ig beantworten, gehe aber davon aus, dass das kein Problem darstellt.
 
Wildcard hat gesagt.:
Liefert Debian Standardmäßig nicht nur Blackdown Java aus? ???:L
Nein. Blackdown wurde glaub nie ausgeliefert.

Bei Ubuntu liegt SUN's Java in Universe (,oder Multiverse ???:L ), ist das bei Debian anders?
Debian hat halt kein Universe. Dort liegt Java im non-free Zweig. Seit Sun die Lizenz geändert hat, war dies möglich (vor Java 1.5 war es das noch nicht).
 
Ich glaube bis zur Lizenzaenderung waren in Debian Kaffe, gcj und GNU Classpath die Standard-Java-Pakete.
Bin mir aber nicht sicher, da ich mir bisher immer die Pakete von Sun zurecht konvertiert hatte (frueher die RPMs mittels alien, spaeter dann die BIN's mittels java-package).
 
Ubuntu ist leider nicht als Distribution möglich, da in 6.06 Java 6 ja nicht dabei ist, und die Supportzyklen für die anderen Versionen zu kurz sind.
Da müssten wir zu oft updaten, was ja immer mit einem ganz schön großen Akt verbunden ist.

In Debian Etch ist im non-free Zweig java 1.5 von Sun dabei.

Das selbstinstallieren ist immer so ne Sache.
Habe ich schon mit diversen "Spezialinstallationen" von Ruby, proprietären Servern oder Treibern erlebt.
Am Ende ist das einzige, was definitiv funktioniert, die Sicherheitslücke, die man produziert hat 😉
 
Ich würde bei dem von Debian gelieferten Java bleiben (also Java5), es sei den ich benötige wirklich spezielle Features aus Java6. Grundsätzlich würde ich aber mal davon ausgehen das man wohl noch keine Java6 Features benötigt und so würde ich eben Java5 installieren. Sicher ist es nicht schwer Java6 manuell zu installieren - über die Zeit ist es aber angenehmer und vor allem sicherer alles über aptitude und ohne ein fremde Repository zu beziehen.

AlArenal hat gesagt.:
Blackdown war standardmäßig immer bei Gentoo dabei. Weiß gar nicht wie das dort aktuell ist.
Das stimmt so nicht. In Gentoo war (und ist) immer schon eine grosse Auswahl an möglichen JDKs gegeben (Blackdown, Diablo, JRockit, Jikes, Sun-JDK, etc.). Allerdings musste man Aufgrund der Sun Lizenz das JDK vor Version 1.5 manuell herunterladen, konnte es dann aber ganz normal über Portage installieren und verwalten. Aufgrund dieser Lizenz wurde aber in allen Tutorials immer Blackdown benutzt, da es hier keine solchen Lizenzprobleme gab.

MfG,
Hilefoks
 
Es gibt unter Debian ein Packet, dass einem aus einem .bin (Java Installationsdatei fuer Linux von der Sun Homepage) ein debian Package baut. Das funktioniert sowohl mit Java 5 als auch mit Java 6:

java-package - utility for building Java(TM) 2 related Debian packages


Und dann gibt es noch die fertigen Sun Java Packages:

sun-java5-bin - Sun Java(TM) Runtime Environment (JRE) 5.0 (architecture dependent files)
sun-java5-demo - Sun Java(TM) Development Kit (JDK) 5.0 demos and examples
sun-java5-doc - Sun JDK(TM) Documention -- integration installer
sun-java5-fonts - Lucida TrueType fonts (from the Sun JRE)
sun-java5-jdk - Sun Java(TM) Development Kit (JDK) 5.0
sun-java5-jre - Sun Java(TM) Runtime Environment (JRE) 5.0 (architecture independent files)
sun-java5-plugin - The Java(TM) Plug-in, Java SE 5.0
sun-java5-source - Sun Java(TM) Development Kit (JDK) 5.0 source files


Ne Sun JRE unter Debian installieren ist leichter als auf Windoof.

Gruss
Sascha
 
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