PC zusammenstellen

Siehste, das klingt doch schonmal definitiv anders als 30€. Für 80€ Endkundenpreis kann man jedenfalls halbwegs vernünftige Netzteile bauen. Würde ich jedenfalls mal behaupten.


Naja, Abzocke funktioniert auch in die andere Richtung. Diese ganzen Edelmetallbezeichnungen beziehen sich lediglich auf die maximal erreichbare Effizienz, und ich wollte hier nicht für überteuerte Ware werben. ;)

Der Witz ist, daß diese guten Effizienzangaben nur bei einer definierten Auslastung erreicht werden. Typischerweise liegt der Bereich, wo das Netzteil tatsächlich so effizienz arbeitet, irgendwo kurz vor oder direkt bei seiner Maximalleistung. Das supertolle 98%-Titanium-Hyperend-Netzteil (das eigentlich 750 Watt liefern soll) dümpelt auch nur bei 65% Wirkungsgrad herum, wenn es nur mit 250 Watt (die in der Praxis eigentlich immer so vorkommen) belastet wird.

Schau mal hier rein:

Da sind auf Seite zwei und Seite drei Diagramme der Effizienz über der Auslastung. Da geht es zwar eher um Vergleiche zwischen verschiedenen Transistortypen und der Vergleich hinkt noch an mindestens zwei anderen Stellen, (so geht es hier um einen Sperrwandler, welcher in PC-Netzteilen typischerweise nicht verbaut ist da daß böse HF-Dreckschleudern sind, außerdem bestehen PC-Netzteile nicht nur aus dem Wandler, sondern haben zusätzlich noch aktive PFC-Schaltung für am Eingang die das Netzteil netzfreundlicher macht), aber prinzipiell sieht die Realität in etwa so aus.

Auch das ist übrigens ein Grund, warum so völlig überdrehte "Hochleistungs"-Schaltnetzteile völliger Unsinn sind. Die " übrigens deswegen, weil man ruhig annehmen darf, daß die irren Leistungen nur unter speziellen Laborbedingungen gelten wie z.B. Betrieb in einem Flüssigstickstofftank, oder man kann diese Leistung nur für wenige Minuten abrufen.
So oder so hat man auf jeden Fall dann ein Netzteil, das mit einem Wirkungsgrad herumdümpelt wie man ihn sonst nur noch von sehr schlechten Verbrennermotoren kennt.

Sebst wenn das Netzteil die versprochenen 1-5kW dauerhaft bei Standardbedingungen liefern kann, hat es definitiv allgemein schlechte Eigenschaften. Du wirst auf jeden Fall mit einem höheren Ripple rechnen müssen, alleine schon deshalb weil man mit niedrigeren Schaltfrequenzen arbeiten muß um die Schaltverluste der Transistoren in den Griff zu kriegen. Und du wirst auch von miesen Regeleigenschaften ausgehen können, d.h. bei starken Lastsprüngen gibt es kurzzeitig deutliche Spannungseinbrüche. Oder Überschwingungen, je nach Sprungrichtung.

@Kirby_Sike Wenn ich das recht bedenke, dann würde ich an deiner Stelle doch eher zu einem Netzteil mit etwas weniger Leistung greifen. 500 Watt oder so. Am Besten ist, du addierst mal die Leistungen für deine Bauteile und bleibst dann etwa bei dem Wert.
Ok werde ich dran denken :) Danke
 
Ganz ehrlich, für mich ist es Chinesisch!
Für mich im Wesentlichen auch, aber man sieht in Abb. 3 doch schön die Wirkungsgrade der verschiedenen Transistortypen in Abhängigkeit der Stromstärke. Wird z. B. der Ausgang des 400 kHz MOSFET mit einer Stromstärke von 0,5 A belastet, liegt der Wirkungsgrad bei grob abgelesenen 62,5 %. Bei 2 A steigt er auf knapp 77 %.
 
Aber die Besserung ist in Sicht: habe mir Heute Bücher "Mathematik für Elektriker", "Elektrotechnik für Maschinenbau und Mechatronik" und "Das Technikerhandbuch" gekauft. Es dauert aber sicher etwas, sind ganz schöne Schnitzel
Elektrotechnik ist eigentlich ganz einfach: alles nur Strom- und Spannungsteiler. Und die lassen sich leicht berechnen. :)

Mit diesem Spruch habe ich mich jedenfalls ab dem dritten Semester durch das Studium getröstet, wenn uns ein Prof ganz schlimme Ersatzschaltbilder um die Ohren gehauen hat.

Funfact: das ist gar kein so dummer Spruch, sondern eine Erkenntnis die sich im Lauf der Zeit immer wieder bewahrheitet hat. Erst bei ernsthafter Hochfrequenztechnik versagt diese Ansicht, aber da versagen auch viele andere Vorstellungen.
 
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