Oracles neue Java Lizenz- und Support-Politik im Überblick

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Der Text klingt an einigen Stellen etwas falsch, oder ich hab was falsch verstanden (falls das der Fall sein sollte, gerne korrigieren)

Seit Februar 2019 stellt Oracle keine weiteren Updates mehr für die gewerbliche Nutzung von Java SE 8 auf seiner Website zur Verfügung.[...]Bereits am 16. April folgt das erste Update, das für die „free user“ nicht mehr zur Verfügung steht. Nur private Nutzer dürfen sich über weitere kostenlose Updates bis mindestens Ende 2020 freuen.
Das ist zumindest etwas verkürzt, Oracles FAQ dazu sagt, das u.a. "development, testing, prototyping, and demonstrating applications, including to use by/with profilers, debuggers, and Integrated Development Environment tools" weiterhin kostenlos ist, zusätzlich zu privater Nutzung.

Auch Java 11 ist bekanntermaßen kostenpflichtig.
Das gilt nur für das Oracle JDK 11, nicht für Java 11, und auch mit obiger Einschränkung.


Javas neuem Lizenz- und Supportmodell
Das ist natürlich nicht Javas Lizenz- und Supportmodell, sondern nur das des Oracle JDKs, nicht mal das des von Oracle angebotenen Open JDKs.


Auch nicht ohne ist, dass viele Teilnehmer sowohl Java 8 als auch Java 11 im Einsatz haben. Häufig bedingt durch die Nutzung der Oracle JDK, das Features aus beiden Versionen bündelt, was eine ganz neue Problematik hervorruft, auf die wir gleich noch eingehen.
Ich habe keine Ahnung, was damit gemeint ist, dass das Oracle JDK 11 (oder 8?) "Features aus beiden Versionen bündelt"?


Im Wesentlichen lassen sich die Risiken der neuen Support- und Lizenzpolitik von Oracle in den folgenden vier Punkten zusammenfassen:

? Bündelung von kostenlosen und kostenpflichtigen Features im Oracle JDK
Das ist nicht Risiko der neuen Support- und Lizenzpolitik von Oracle (dem widerspricht ja sogar die Seite selbst mit "generell Kostenpflichtig"). Ob kostenlosen und kostenpflichtigen ist jetzt einfach nur von der Nutzungsart abhäging, wird es produktiv genutzt, ist es kostenpflichtig, sonst nicht - und eben nicht mehr von Features abhängig.

Das mischen der Features war eher ein Problem der alten Support- und Lizenzpolitik/JDKs: dort waren kostenlosen und kostenpflichtigen Features in einer Installation gebündelt, und konnten per Flag aktiviert werden. Das ist jetzt weggefallen.


Was nämlich mancher nicht weiß: Das Oracle JDK bündelt kostenlose und kostenpflichtige Features aus den Java Versionen 8 und 11.
Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht...
Es gibt Oracle JDK 8, das entspricht Java 8
Und es gibt Oracle JDK 11, das entspricht Java 11.

Was meinen die mit gebündelten Java 8 und 11 Features und Mischung aus kostenlose und kostenpflichtige Features?
 
Das Thema ist ja nicht ganz neu. Ich finde es gar nicht mal so schlecht, weil so die OpenJDKs wieder mehr Gewicht bekommen.

Ich selbst nutze schon seid einiger Zeit von Azul das Zulu. Ein freies OpenJDK mit der Option für Support, so man dies möchte (und was für Firmen mit entsprechend wichtigen Anwendungen dann auch anzuraten ist aus meiner Sicht.) Super Lösung für Privatleute und kleine Firmen.

Aber es gibt natürlich auch andere OpenJDKs. Bei Azul im Vergleich kann man da noch weitere finden:

Oracle kann ich nicht ab. Irgendwie verbinde ich mit denen zu viel schlechte Erfahrungen. (Oracle Installer unter Windows waren zumindest früher ein Krampf, die Sache mit Sun ist nicht vergessen - da weine ich Solaris noch immer etwas nach, Mit Java erlaubten sie sich auch schon die eine oder andere Sache ...) Daher bin ich froh, dass sie jetzt aktiv Kunden vergraulen und zu Konkurrenten senden :)
 
Aber es gibt natürlich auch andere OpenJDKs. Bei Azul im Vergleich kann man da noch weitere finden:
Wobei der Vergleich bezüglich AdoptOpenJDK mWn nicht mehr ganz passt, da sind mittlerweile ein paar Dinge zugekommen.
Ist mein Favorit davon :)
 
Meine persönliche Meinung zum Thema:

Es wird viel Panikmache betrieben, mehrdeutig suggestiv formuliert und schlicht Unsinn verbreitet. In der Regel sind das Seiten, die dann - ganz uneigennützig - eine dazu passende Lösung bzw. Dienstleistung anbieten. Dazu zählt m. E. auch die eben zitierte.
Ich habe nur eben kein Bock, mich d massiv durch Lizenzbedingungen zu kämpfen. Als Gewerbetreibender bin ich da leider stärker im Focus. Ich muss schon recht sicher sein, was ich nun darf oder was ich nun nicht darf. So ein "Je nachdem, was Du machst, gelten unterschiedliche Regeln" finde ich ganz mies: Ich muss nicht nur jetzt meine Nutzung prüfen, sondern ich muss auch immer bei Kunden sicher sein, dass da alles ok ist. Und ich bin Techniker und kein Jurist ...

Daher ist eine Lösung wie die von Azul mein Favorit. Die erlauben die Nutzung egal für welchen Zweck (Um es mal so grob zu umschreiben). Und wenn dann ein Kunde massive Probleme bekommt, dann haben sie ein Ansprechpartner, der Support liefern kann (gegen Einwurf großer Scheine natürlich).

Oracles Bedingungen habe ich etwas überflogen und das klang nicht wirklich passend für mich und meine Umgebungen.
 
Wobei der Vergleich bezüglich AdoptOpenJDK mWn nicht mehr ganz passt, da sind mittlerweile ein paar Dinge zugekommen.
Ist mein Favorit davon :)
Oh ja, das sieht gut aus. Das hatte ich mir im Detail noch nicht angesehen gehabt und habe da jetzt mal ein kleines bisschen Zeit investiert.

Also auf jeden Fall auch eine gute Lösung.
 
Ich habe nur eben kein Bock, mich d massiv durch Lizenzbedingungen zu kämpfen. Als Gewerbetreibender bin ich da leider stärker im Focus. Ich muss schon recht sicher sein, was ich nun darf oder was ich nun nicht darf. So ein "Je nachdem, was Du machst, gelten unterschiedliche Regeln" finde ich ganz mies: Ich muss nicht nur jetzt meine Nutzung prüfen, sondern ich muss auch immer bei Kunden sicher sein, dass da alles ok ist. Und ich bin Techniker und kein Jurist ...
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Oracles Bedingungen habe ich etwas überflogen und das klang nicht wirklich passend für mich und meine Umgebungen.
Die unterschiedlichen Regeln fand ich früher bei Oracle mieser, da finde ich das jetzige Modell schon einfacher.

Früher: Beim Start den falschen Parameter übergeben: Zahlen.
Jetzt: JDK wird produktiv (="nicht zur Softwareentwicklung") eingesetzt: Zahlen.

Letzteres lässt sich mMn deutlich einfacher Handhaben.


Ich bin allerdings auch ein Fan von "free as in beer and free as in speech" :p
 
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