Genauso sehe ich das auch.

Diskutiere Genauso sehe ich das auch. im Plauderecke Forum; Hi, Wer hier mitließt wird wissen, dass ich mich oft mit Mr.Brown in die Haare bekomme weil er eine Richtung vertritt die in diesem Artikel sehr...

  1. Thallius
    Thallius Bekanntes Mitglied
    Hi,

    Wer hier mitließt wird wissen, dass ich mich oft mit Mr.Brown in die Haare bekomme weil er eine Richtung vertritt die in diesem Artikel sehr treffend beschrieben wird.

    Wer etwas Zeit hat sollte sich das mal durchlesen und ein paar Gedanken darüber machen ob die entwicklung die die Software Entwicklung heute macht wirklich in die richtige Richtung geht.

    http://tonsky.me/blog/disenchantment/

    Klar ist der Artikel überspitzt aber im Ansatz hat er recht. Was heute in der Software entwicklung passiert führt dazu, dass wir immer langsamere und schlechtere Software bekommen die immer mehr Abhängigkeiten von anderen Paketen bekommen die man nicht beeinflussen kann.

    Als ich angefangen habe waren Betriebssystem ein paar Kilobyte groß. Wenn man eine Software entwickelte hat man 99.9% des Codes selber geschrieben. Gab es ein Problem wusste man wo es liegt und konnte es fixen. Heute dürfte der Prozentsatz des selber geschriebenen Codes bei unter 10% liegen und wenn es ein Problem gibt sucht man tagelang nach dem Fehler weil es in der Regeln ein Problem in der Kommunikation mit einer Methode oder Funktion aus den anderen 90% des Codes ist.

    Gruß

    Claus
     
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  3. thet1983
    thet1983 Aktives Mitglied
    Bin absolut deiner Meinung!
     
  4. DerWissende
    DerWissende Bekanntes Mitglied
    man kann das Rad nicht jedes Mal neu erfinden ;)
    außerdem hat man in der Regel eine Übereinkunft, welche Abhängigkeiten (... weitere Interrogativartikel hier einsetzen...) eingesetzt werden ;)
     
  5. mihe7
    mihe7 Bekanntes Mitglied
    @Thallius die Symptome sehe ich genauso, die Ursachen allerdings an anderer Stelle.

    Dass heute nur ein kleiner Teil des Codes selbstgeschrieben ist, dürfte sich nicht vermeiden lassen. Software wird immer komplexer, bunter, mit immer mehr "Funktionen". Reichte früher eine Textdatei mit ein paar Steuerzeichen für den Epson-Nadeldrucker, muss es heute wahlweise Word, Excel oder PDF sein - um mal ein Beispiel zu nennen. Auch das Finden von Fehlern ist in der Regel nicht das Problem, zumindest nicht, wenn man den Aufwand hierfür in Relation zu einer Eigenentwicklung setzt.
     
  6. AndiE
    AndiE Aktives Mitglied
    Wenn ich so zurückdenke, dann scheint es, als ob Objektorientierung und Modularisierung der Grund sind für das heutige Dilemma. Das halte ich aber nicht für richtig.
    Als die Betriebssysteme klein waren, da war es relativ fortschrittlich Maschinencode in Hochsprachfunktionen umzuschreiben. Ich finde, dass sich später eine Kapselung der Vorgänge innerhalb es Betriebssystems entwickelt hat, so dass man als Autor auf API angewiesen war. Gerade im Linux-Bereich fallen mir das GtK, Qt und Tk ein, die neben der GUI auch andere Funktionen wie Netzwerkzugriff kapseln. Parallel dazu hat sich die OOP eingebürgert, was die Programmierung auf ein anderes Niveau gestellt hat. Hier hat man in der Anfangszeit recht große Funktionsgruppen gekapselt, z.B. die gesamten Grafikfunktionen), was den Compilieraufwand ja erhöht. Daneben hat man aber auch Funktionen eingeführt, die so nicht ausprogrammiert sind, wie den "Garbace Collector". Und als letztes fällt mir immer wieder auf, dass Modellierungsverfahren immer noch nicht die Rolle spielen. Wenn Ausbilder von model-, domain- und test- driven development nichts verstehen, werden sie es auch nicht richtig rüberbringen, und die Leute programmieren lieber prozedural in einer objektorientierten Umgebung. Das wirkt sich dann am Ergebnis des Linkens, also den ausführbarem Code aus.
    Manch andere angesprochene Dinge sind aber auch systembedingt. Wenn alle Events im System von einer Schleife bearbeitet werden, kommt es nun mal zu Verzögerungen bei Events niedriger Priorität.
     
  7. Flown
    Flown Administrator Mitarbeiter
    Also Software lässt sich mit Autos vergleichen, zumindest von der Nutzung:

    Wenige Fahren Elektro, Hybride (sparsame Schiene) oder Sportwagen und Luxuskarossen. Doch viele Kleinwagen bis Mittelklasse (was das Budget eben hergibt).
    Seit einigen Jahren werden SUV als das neue Ding der Dinge angepriesen und beworben. Viele springen dann auf diesen Hypetrain auf.

    Umgemünzt auf Software: Wenige bauen alles selbst/nutzen open-source oder lassen alles auf die eigenen Wünsche zuschneiden (Luxusvariante).
    Die Meisten hingegen wollen nicht schon gelöste Probleme selbst lösen und nutzen eben Frameworks, die eben konfiguriert werden müssen - Können meist mehr als man benötigt, aber machen den Job.
    Dann kommt die Werbeindustrie ins Spiel: Blockchain, SPA, Webapps, ... . Jeder muss auf den Hypetrain aufspringen, obwohl sie eine Software besitzen die Produktiv ist, funktioniert und die meisten Kinderkrankheiten ausgemerzt hat.

    Es muss nur schön aussehen und in etwa funktionieren - wieso kaufen sonst Leute iPhones? - ob es sparsam/ökologisch ist, ist den meisten egal. Oder hast du selbst ein Auto mit 60 PS? Oder eines mit >100? Nicht weil du es brauchst, sondern weils nicht schlecht ist, wenn es das kann. Genau wie bei der Software: Ich brauchs nicht, aber haben möcht ich es trotzdem. Darum ist jeden die Resourcenschonung egal und der Footprint ebenso.

    Hatte auch gerade vor Kurzem eine Diskussion über genau dieses Thema. Aber hier scheiden sich einfach die Geister und ob das richtig ist, wohin sich alles entwickelt? Nein. Aber in der realen Welt, wo Zeit Geld kostet und die, die Geld haben, das sagen haben, wird es uns nicht auf den "ökologischen Zweig" treiben.
     
  8. mrBrown
    mrBrown Super-Moderator Mitarbeiter
    Diese hier?
    Ja, dem stimme ich vollkommen zu ;)

    Als ich geboren wurde waren Betriebssystem größer als ein paar Kilobyte...

    Die 90% hat üblicherweise auch schon jemand anders besser gelöst, als man selbst es könnte, also kann man sich auf die für das jeweilige Programm 10% relevanten Code konzentrieren.

    Man stelle sich nur vor, es wäre anders...jeder Programmierer soll 10 mal so viel programmieren wie aktuell, und von den zusätzlichen Code hat er auch noch absolut keine Ahnung - ich wage zu behaupten, dass das Endergebnis schlechter aussieht, als aktuell.

    Wenn man Tagelang an einem Fehler sitzt, macht man btw selber irgendwas falsch. Das ist nur in den seltensten Fällen ein Fehler der anderen 90% (und von jemandem, der der die 90% selbst schreiben könnte, kann man ja wohl auch erwarten, solche Fehler gar nicht erst zu machen ;) ).
     
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