Danisch...

Sagen daß denn alle (oder fast alle) Wissenschaftler? Woher hast du das? Soweit ich das sehe, ist das Thema Klimawandel politisch vermintes Gelände, dort existiert Wissenschaftsfreiheit im ursprünglichen Sinne nicht mehr. Und zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie.
Ich persönlich hab von Metereologie zu wenig Ahnung, um da etwas ausreichend beurteilen zu können. Ich sehe halt aber eine politisch vorgegebene Marschrichtung, sowas hat in seriöser Wissenschaft meines Erachtens nichts zu suchen.
Gab Metastudien dazu, es sind deutlich über 90% aller Wissenschaftler, die sich hauptsächlich mit dem Klima beschäftigen.

Nahezu alle Argumente, die von der Gegenseite kommen, wurden schon X mal widerlegt.


Ach ja, und ein Einwanderungssystem nach kanadischem oder australischem Vorbild, wie "die Rechte" es will, finde ich auch gut.
Zumindest würde ich das als echten Lösungsansatz betrachten, Meckern über die anderen erkenne ich darin nicht.
Das Kanadische Modell funktioniert schon nicht, ohne Freizügigkeit in der EU massiv zu beschneiden.

Nach kanadischem Modell müsste es in Deutschland dieses Jahr um die 800.000 Einwanderer geben, netto gab es letztes Jahr nur 400.000, Asylbewerber grad mal 200.000, nur so zum Vergleich.
 
Mal eine Frage. Kenne mich mit der Politik nicht so aus. Haben wir mit der sozialen Marktwirtschaft nicht eigentlich eine Planwirtschaft? Also der Staat nimmt Steuern und Abgaben ein und investiert diese wiederum in für ihn sinnvolle Infrastruktur-, Verteidungs-, wirtschaftliche, soziale usw. Maßnahmen. (Kritikpunkt: Wo das Geld so genau hin fließt, weiß keiner) Das wäre doch eine/die Definition der Planwirtschaft oder nicht? Sind beide Definitionen nicht fließend?
Quasi 1/5 aller privaten Ausgaben gehen wieder an den Staat und werden in dem Kreislauf reinvestiert. Richtig?
 
K

kneitzel

Also natürlich ist bekannt, wo das Geld hin fließt. Der Staat kann kein Geld Ausgeben, ohne Rechenschaft abzulegen. (So gibt es dann auch jährliche Auswertungen von wegen "größte Steuerveschwendung" und es kommt auch dazu, dass Politiker sich rechtfertigen müssen für Ausgaben....)

Und nein. Was Du beschreibst ist nur die reine Besteuerung (=> das hat nichts mit Planwirtschaft zu tun) und Teilnahme am Markt (ebenfalls bezüglich Planwirtschaft egal). Planwirtschaft bezeichnet aber etwas anderes. Siehe z.B. https://www.helles-koepfchen.de/artikel/3141.html
 
Jetzt bitte Fakten auf den Tisch: Wo bitte hat mrBrown linke Gewalt gerechtfertigt? Das Zitat macht eben genau dies nicht!
Ehrlich gesagt sehe ich in diesem Fall die Grenze zwischen Relativieren und Rechtfertigen allmählich verschwimmen. Wie gesagt, ich lehne politische Gewalt ausnahmslos ab und gehe normalerweise davon aus, daß dies allgemein gültiger kultureller Konsens ist.
Ich mag mrBrown damit vielleicht Unrecht tun, vielleicht auch nicht, aber wenn man mit bestimmten Menschen diskutiert merkt man, daß dieser Konsens, von dem ich ausgehe, tatsächlich nicht immer vorhanden ist. Dann fängt es bei der Relativierung linker Gewalt an und wird bis zu "politischer Notwehr" hochgeschraubt, wenn man nur lang genug jede, und wirklich jede, politisch extremistische Richtung in einern Topf wirft und kräftig umrührt. Für mich macht es keinen Unterschied ob ein AfD-Plakatverteiler von AntiFas oder ein Türke von Neonazis zusammengeknüppelt wird, und auf diese Unterschiedslosigkeit lege ich Wert.



Du hast eingangs von Verachtung für die Presse gesprochen, daher dachte ich du meinst damit die Lügenpresse.
Da mrBrown diesen Thread ja mit meinem Post zu genau dem Thema Presse eröffnet hat würde ich dies mal aufgreifen.

Ich benutze den Begriff Lügenpresse nicht, da er zu negativ belegt ist, allerdings halte ich ihn in der Sache für zutreffend.
Ich gehe aufgrund deines Posts mal davon aus, das du diese regelmäßig liest und sie für deine Meinungsbildung ein gewisses Gewicht haben und da hätte ich mal eine Frage an dich: Was müßte sein, was müßte passieren, wie müßte die Presse sein, daß du den Medien dein Vertrauen entziehst und aufhörst, diese in deine Meinungsfindung einzubeziehen? Oder diese in deiner Meinungsfindung zumindest deutlich an Relevanz verlieren?
 
K

kneitzel

Also Gewalt gegen Menschen ist nicht zu unterscheiden. Aber bei der Gleichsetzung der Gewalt ist es oft so, dass eben die eine Gewalt gezielt gegen Gegenstände geht (Immer noch scheiße, klar) und die andere Gewalt klar gegen Menschen gerichtet ist.

Und natürlich gibt es da einen Unterschied bezüglich der Qualität. Das ist sogar im Rechtssystem klar hinterlegt.

Oder ist das "Umrennen" eines AfD Politikers (Sorry, das Video hat klar gezeigt, dass es kein Kantholz oder so gab!) ebenso schlimm, wie das Erschießen eines andersdenkenden Politikers?

Also gibt es Unterschiede oder ist alles gleich schlimm? Und erneut der Hinweis: Es geht nicht um eine Rechtfertigung oder dass irgend etwas ok ist. Es geht um eine Bewertung von Sachverhalten! So wie Du auch eine Schramme ebenso abwägen kannst gegen einen Totalschaden. Dadurch wird ja nicht gesagt, dass die Schramme toll ist oder so. (Ich erlaube mir, das nur noch einmal so ganz deutlich zu sagen!)

Und bezüglich der Quotes von mrBrowns Beitrag, auf den Du so heftig reagierst hast: https://www.fernsehersatz.de/2017/07/das-kaenguru-ueber-den-unterschied-zwischen-links-und-rechtsextremismus.html

Da kommt das wohl her, kann man sich auch einmal ansehen.
 
Ich benutze den Begriff Lügenpresse nicht, da er zu negativ belegt ist, allerdings halte ich ihn in der Sache für zutreffend.
Ich würde das nicht so hart formulieren, aber es wäre falsch, der Presse (ich begrenze das nicht auf den Printbereich) grundsätzlich Ehrlichkeit zu unterstellen. Vor 30 Jahren wurde bei uns gerne der Spruch verwendet: "Bild war dabei: Bild hat mit dem Toten gesprochen". Von reinen Revolverblättern, die sich vermutlich von Grimms Märchen für irgendwelche Erzählungen über irgendwelche Königshäuser inspirieren lassen, mal ganz abgesehen.

Daneben gibt es dann natürlich die seriöse Presse, zu der insbesondere bestimmte Tageszeitungen und der ÖR gezählt werden. Selbstverständlich gilt auch für diese Institutionen Pressefreiheit; wer worüber in welcher Form berichtet, steht den Einrichtungen grundsätzlich frei. Gleichzeitig geht von der Presse eine irrsinnig große Macht bzgl. der Meinungsbildung aus.

Wir haben also die Situation, dass einige wenige Unternehmen(!) in der Lage sind, die Meinung der Masse zu beeinflussen. Und spätestens hier wird es interessant: inwieweit sind die Ziele des Unternehmens und seiner Mitarbeiter kompatibel mit den Zielen des Journalismus?

Informationen müssen in Umfang und Tiefe selektiert werden, man kann ja nicht über alles in aller Ausführlichkeit berichten. Die Beiträge konkurrieren untereinander, was den Raum (Sendezeit, Platz im Satzspiegel) betrifft. Damit geht zwangsweise auch eine Kürzung der Informationen einher.

Das, was notwendig ist und sich nicht verhindern lässt, kann aber auch genutzt werden, um den Spaß umzudrehen. Vor ein paar Wochen habe ich mehrere Artikel zum selben Thema gelesen. Ich weiß leider den Inhalt nicht mehr, jedenfalls war es so, dass der Sachverhalt durch das Weglassen eines Nebensatzes in einem Artikel völlig anders dargestellt wurde als in den anderen.

Ein anderes Beispiel: Bundespräsident Wulff - da hätte ich jetzt kein Problem, das als gezielt herbeigeführt zu bezeichnen.
 
Ich mag mrBrown damit vielleicht Unrecht tun, vielleicht auch nicht, aber wenn man mit bestimmten Menschen diskutiert merkt man, daß dieser Konsens, von dem ich ausgehe, tatsächlich nicht immer vorhanden ist. Dann fängt es bei der Relativierung linker Gewalt an und wird bis zu "politischer Notwehr" hochgeschraubt,
Solche Aussagen sind also absolut abzulehnen?
Zudem bin ich der Meinung, dass die Attentate der Vergangenheit, wie Breivik und Tarrant, eben auf der verfehlten Migrationspolitik basieren.

Für mich macht es keinen Unterschied ob ein AfD-Plakatverteiler von AntiFas oder ein Türke von Neonazis zusammengeknüppelt wird, und auf diese Unterschiedslosigkeit lege ich Wert.
Für das StGB kann es durchaus einen Unterschied machen:
§ 46 (2) hat gesagt.:
Bei der Zumessung wägt das Gericht die Umstände, die für und gegen den Täter sprechen, gegeneinander ab. Dabei kommen namentlich in Betracht:
die Beweggründe und die Ziele des Täters, besonders auch rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtende,
 
Und bezüglich der Quotes von mrBrowns Beitrag, auf den Du so heftig reagierst hast: https://www.fernsehersatz.de/2017/07/das-kaenguru-ueber-den-unterschied-zwischen-links-und-rechtsextremismus.html

Da kommt das wohl her, kann man sich auch einmal ansehen.
Eine ziemlich gewaltverherrlichung, linksextremistische und anarchistische Kampfschrift.

Die erste Regel des Boxclubs lautet: Ihr redet nicht über den Boxclub!

Die zweite Regel des Boxclubs lautet: Ihr redet nicht über den Boxclub!

Die dritte Regel des Boxclubs lautet: Wer einen Nazi sieht, muss ihn boxen!
 
Was müßte sein, was müßte passieren, wie müßte die Presse sein, daß du den Medien dein Vertrauen entziehst und aufhörst, diese in deine Meinungsfindung einzubeziehen? Oder diese in deiner Meinungsfindung zumindest deutlich an Relevanz verlieren?
Dann wenn ich nicht mehr das Gefühl habe, dass Meinungen durch den Staat bewusst unterdrückt werden. Also wenn durch den Staat Medienhäuser geschlossen werden, um nur noch deren Sicht nach außen dar zu stellen. Klar ist in Deutschland die Presselandschaft eher links und ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die sich mehr konservative Medien wünschen, ob so Leute wie Danisch diese Lücke füllen können, sehe ich nicht. Der Hauptgrund für mich ist, dass er genau das macht, was er der anderen Seite vorwirft, er berichtet einseitig und stellt alles von der Gegenseite in Frage. Guten Journalismus macht für mich eine neutrale Berichtserstattung aus, auch wenn vielleicht nicht alles perfekt ist, glaube ich dennnoch, dass die herkömmliche Medienlandschaft näher an diesem Ideal ist, als z.B. Danisch.

Einer der Gründe wird so wie @mihe7 schreibt, auch sein, dass der Großteil der Deutschen (immerhin haben 87,4% nicht die AfD bei der letzten Bundestagswahl gewählt) doch eher zufrieden mit unseren Medien sind und dadurch lässt sich halt mehr Geld verdienen.

Für das StGB kann es durchaus einen Unterschied machen:
In der nächsten Zeile geht es folgendermaßen weiter:

die Gesinnung, die aus der Tat spricht, und der bei der Tat aufgewendete Wille,
Insofern sehe ich es so wie @White_Fox, beides gleich schlecht.
 
K

kneitzel

Eine ziemlich gewaltverherrlichung, linksextremistische und anarchistische Kampfschrift.
Also ich habe lediglich nach Deinem Zitat gesucht, da Du keine Quelle genannt hast....

Und bei dem Link ist es auch in erster Linie ein Auszug aus einem Werk von Marc-Uwe Kling "Die Känguru-Aporyphen", was ich mir beides nicht näher angesehen habe.

Somit kann ich lediglich diese eine Aussage sehen.... Aber Du kannst das gerne noch etwas ausführen - dann erfahre ich etwas mehr, auf was für Seiten Du Dich so rumtreibst, so dass Du solche Dinge zitierst.....
 
Also ich habe lediglich nach Deinem Zitat gesucht, da Du keine Quelle genannt hast....

Und bei dem Link ist es auch in erster Linie ein Auszug aus einem Werk von Marc-Uwe Kling "Die Känguru-Aporyphen", was ich mir beides nicht näher angesehen habe.

Somit kann ich lediglich diese eine Aussage sehen.... Aber Du kannst das gerne noch etwas ausführen - dann erfahre ich etwas mehr, auf was für Seiten Du Dich so rumtreibst, so dass Du solche Dinge zitierst.....
Mein Satz war nicht ganz ernst gemeint ;) https://www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Nach-Razzia-in-Goettingen-Gruene-stellen-Anfrage-zu-Gefahr-der-Kaenguru-Chroniken-von-Kling

Alle vier Bücher sind super, die kann man nur jedem empfehlen
 
In der nächsten Zeile geht es folgendermaßen weiter:

die Gesinnung, die aus der Tat spricht, und der bei der Tat aufgewendete Wille,
Insofern sehe ich es so wie @White_Fox, beides gleich schlecht.
Gesinnung bezieht sich da allerdings nicht nur auf (bzw, ist nicht zu verstehen als) politische Gesinnung, und rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtende Beweggründe sind eben noch mal hervorgehoben. Wobei natürliche jeder Mord auch menschenverachtend ist.
Ist ja auch nicht nur in D so, recht viele Länder behandeln "Hate Crime" gesondert und in den wenigsten (afaik) umfasst das auch politische Überzeugungen.


(Und aus rein persönliche Sicht, die nicht als Rechtfertigung für irgendwas herhalten soll: es macht für mich durchaus einen Unterschied, wenn man mich scheiße findet, weil ich ein Arschloch bin, weil mich irgendwer zu Links findet oder weil ich auf Männer stehe...)
 
Also Gewalt gegen Menschen ist nicht zu unterscheiden. Aber bei der Gleichsetzung der Gewalt ist es oft so, dass eben die eine Gewalt gezielt gegen Gegenstände geht (Immer noch scheiße, klar) und die andere Gewalt klar gegen Menschen gerichtet ist.
Sowohl juristisch als auch in der praktischen Bewertung sind körperliche Gewalt und Sachbeschädigung natürlich nicht gleichzusetzen.
Jedoch: Wenn dir jemand das Auto anzündet oder Farbbeutel gegen das Haus wirft, vielleicht noch verbunden mit einem freundlichen Drohbrief, dann ist das zwar keine körperliche Gewalt, wohl aber eindeutig psychische Gewalt. Und zumindest in der politischen Diskussion lehne ich eine Differenzierung zwischen verschiedenen Gewaltstufen daher ab.
So oder so, den demokratischen Streit, der ja mit Argumenten ausgetragen werden soll, hat man mit Gewalteinsatz verlassen.


@Der Wissende
Nur um das nochmal klarzustellen: Den Danisch sehe ich nicht als Journalisten. Sondern als Kommentator, der sich gelegentlich jedoch auch mal journalistisch betätigt. Z.B. wenn er Journalistenkonferenzen wie Netzwerk Recherche aufsucht und davon berichtet, oder wo er die Humboldt-Uni in Berlin auf Auskunft verklagt hat, was denn nun eine heutige Verfassungsrichterin im Studiengang Gender Studies so wissenschaftlich gemacht und gelehrt hat. Aber wie gesagt - kein Journalist oder gar eine Zeitung wie z.B. JF oder Tichy. Nicht alles, was Danisch schreibt, finde ich gut. Aber er liefert öfters einige sehr interessante Denkanstöße.

Dann wenn ich nicht mehr das Gefühl habe, dass Meinungen durch den Staat bewusst unterdrückt werden. Also wenn durch den Staat Medienhäuser geschlossen werden, um nur noch deren Sicht nach außen dar zu stellen.
Durch die Bundesregierung werden Medienhäuser ja offensichtlich nicht geschlossen und ich denke auch nicht, daß das demnächst der Fall sein wird. Ich sehe eher das Gegenteil: der Staat verbrüdert sich mit den Medienhäusern. Und bevor der Staat Medienhäuser schließt und so Meinungen unterdrückt, werden marode Zeitungsverlage vom Staat gerettet/subventioniert/wasauchimmer. (Teilweise geht es ja schon in die Richtung, siehe Koalitionsvertrag, Rentenbeiträge für Zeitungsaussteller.)

So wie ich das sehe haben wir keine Meinungsunterdrückung im klassischen Sinne, sondern die "Regierungsmeinung" wird durchverkündet und alles andere irgendwo zwischen lächerlich bis gefährlich dargestellt. Wobei keine rhetorischen Tricks zu schmutzig sind. Im Ergebnis läuft es auf dasselbe hinaus.
 
Einer der Gründe wird so wie @mihe7 schreibt, auch sein, dass der Großteil der Deutschen (immerhin haben 87,4% nicht die AfD bei der letzten Bundestagswahl gewählt) doch eher zufrieden mit unseren Medien sind und dadurch lässt sich halt mehr Geld verdienen.
Vom Wahlergebnis der AfD auf die Zufriedenheit der Bevölkerung bzgl. der Medien zu schließen, ist schon etwas weit hergeholt.

Mein Punkt war einfach, dass die Presse nicht wirklich frei ist, auch wenn es die Pressefreiheit gibt, sondern zahlreichen Zwängen unterliegt. Das können rein wirtschaftliche, journalistische ("gute Story"), politische (Lobbyismus, Pressekodex, Macht) usw. sein.

Beispiel: die Schweizer Volksabstimmung zur Finanzierung des ÖR. Da der ÖR auch hierzulande Kritik erntete, ging den hiesigen der Allerwerteste auf Grundeis und es wurde keine Gelegenheit ausgelassen, die Wichtigkeit des ÖR für die Demokratie hervorzuheben.

Dass dem ÖR bzgl. der Demokratie in der Schweiz aufgrund der Mehrsprachigkeit des Landes eine ganz besondere Bedeutung zukommt, wurde natürlich nur in ausgewählten Berichten genannt, die die Hintergründe der Volksabstimmung beleuchteten. Ergebnis: Ziel erreicht, hierzulande hat der ÖR nichts zu befürchten. Wenn es ihm gefällt, kackt er morgen auf die Straße und bekommt auch noch Geld dafür. Statt einer längst überfälligen Maßregelung gibt es bald die automatische Gebührenerhöhung, damit der ÖR weiter nach Lust und Laune sein "Angebot" ausweiten kann.
 
stimmt aber zumindest der Schluss, die meisten sind mit Medien zufrieden:
Ja, davon wäre ich auch ausgegangen, wobei ich von solchen Umfragen nicht viel halte. Und von der Interpretation noch weniger.

Eine andere Studie zeichnet ein etwas anderes Bild: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/glaubwuerdigkeit-der-medien-mehr-vertrauen-mehr-misstrauen/24072144.html bzw. https://medienvertrauen.uni-mainz.de/forschungsergebnisse-der-welle-2018/
 
Weil es so wunderschön ins Thema passt: Danisch hat vor ein paar Tagen einen Artikel der Süddeutschen ausgegraben. Aus dem Jahre 2010. Von Jakob Augstein.

Augstein hat 2010 geschrieben:
Wie Mitarbeiter des Kanzleramts
Was Angela Merkel da gesagt hat, war nur scheinbar von ergreifender sprachlicher und gedanklicher Schlichtheit. Es war bezeichnend dafür, dass Journalisten und Politiker sich heute mitnichten als Gegner verstehen, sondern als Partner.
Merkel hat zu den Journalisten geredet als seien sie Mitarbeiter einer Abteilung im Kanzleramt.
Und wenn man es sich recht überlegt, kommt man zu dem Schluss: Ja, so sehen sich mehr und mehr Journalisten auch selbst. Und wenn das so weitergeht, dann braucht man in der Tat keine Journalisten mehr. Dann tun Pressesprecher es auch. Das scheint der Zug der Zeit ohnehin zu sein: Es soll mittlerweile mehr Pressesprecher in Deutschland geben als Journalisten.
Merkels Einladung der Chefredakteure
Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.
Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: “Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats”löhne” das sind), das steht auch nicht in der Zeitung.
Quelle: https://www.danisch.de/blog/2019/08/22/vor-neun-jahren/
Den Link zum Original in der SZ findet man dort auch.

Meines Erachtens DER Grund für die Unzufriedenheit vieler mit den Medien heute.
 
Ob Demokratie weiblich oder männlich ist, hat überhaupt nichts mit Demokratie zu tun. Viel wichtiger ist es aber Demokratie zu wahren.
Das bedeutet, dass die Prinzipien einer Demokratie beachtet werden.
Da sind in erster Linie freie gleiche Wahlen . Wählen können nur die Bürger dieser Demokratie. Die gewählten Vertreter haben dann in Folge die Pflicht zu versuchen den Willen der Mehrheit der Bürger, die sie vertreten umzusetzen. Sie müssen aber auch andere Meinungen jener Bürger, die Sie nicht gewählt haben tolerieren (Meinungsfreiheit). Im Idealfall können Sie hier auch einen Konsens finden.
Außerdem verwalten sie das Geld der Bürger. Das muss im Sinne der Bürger geschehen. Was darf auch keinen Fall passieren. Die gewählten Vertreter dürfen niemals an Treffen teilnehmen, wo es politische Absprachen gibt, die nicht öffentlich zugänglich sind und nicht protokolliert werden. Sollten diese Dinge stattfinden, dann ist es die Pflicht von seriösen Medien darüber zu berichten ( Informationspflicht) .
 
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