Ausbildung Anwendungsentwicklung, Tipps, Ratschläge, Vorgehensweise

Hallo,
Kurzform zu mir. Realschulabschluss danach erfolglos versucht an wunschausbildung zu kommen. Nach ein paar Jahren der Suche Zugzwang, Plan B -> andere Ausbildung. Inzwischen 3 Jahre Berufserfahrung.(Mit Ausbildung sind es 6 Jahre in der selben Firma) Los gehts:
Ich bin Vollzeit angestellt, wurde übernommenen, meine Gesamtleistung der Ausbildung ist 1,9 aber denke eigentlich trotzdem noch an meinen eigentlichen Wunsch FI AE. Ich habe gelesen dass man die Ausbildungszeit auf 1,5 Jahren verkürzen kann -> dies würde ich gerne auch in Angriff nehmen.

Ich habe eine Firma im Auge und wollte gerne durch Praxiswissen einen Vorteil verschaffen. Ich habe zwar schon die ein oder anderen Grundlagen drauf allerdings würde ich mir gerne das ein oder andere ansehen. Welche Themen sollte ich mir nochmal anschauen? Welche Grundlagen sollte ich drauf haben um einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen? Ich habe etwa noch 2 Monate Zeit bis zum Termin, was könnte ich mir in diesen 2 Monaten anschauen? Bzw was sollte ich mir anschauen. Wie kann ich mich gegenüber meinen Mitbewerbern durchsetzen? Immerhin bin ich älter und habe bereits eine Ausbildung. Ich weiß jedoch nicht ob das ein vor- oder Nachteil ist.
 
In der aktuellen Situation dürfte Anwendungsentwicklung ein Feld sein, in dem Leute gesucht werden. Wenn Du also zeigen kannst, dass Dich dieses Thema interessiert und Du das gerne lernen möchtest, dann ist das der wichtige Punkt.

Daher ist es fast egal, womit Du Dich auseinander setzt - Hauptsache du tust es und kannst davon berichten und evtl. kleine Erfolge vorweisen.

Wenn Du eine konkrete Firma im Blick hast, dann kannst Du Dich auch erkundigen, was die so machen um Dich dann evtl. auch speziell schon in den Bereichen etwas einzulesen...
 
Grundsätzlich ist es nie verkehrt sich in Hibernate, jUnit und die Clean Code Prinzipen einzulesen. Aber wie JustNobody schon geschrieben hat ist es bei der aktuellen Lage fast egal womit du dich beschäftigst, Hauptsache du beschäftigst dich mit irgendwas und zeigst Intresse und Lernbereitschaft
 
Auf jeden Fall solltest du die 6 Jahre Erfahrung ausspielen. Nehmen wir mal an, du arbeitest jetzt in einer Tischlerei. Dann wäre es doch schon mal wichtig, dass du die Prozesse im allgemeinen beschreiben kannst, und auch wo Programme eingesetzt werden. Ich finde, das können sich Schulabgänger oft nicht vorstellen, wird auch durch die Lehrer stiefmütterlich behandelt, ist aber nicht nur ein Pfund für deinen Beruf, sondern auch für die Abschlussarbeit.
 
Ich habe in der Industrie gelernt. Unsere Produktionsanlagen sind automatisiert und werden Ferngesteuert. Auch bin ich eine elektrisch befähigte Person. In meinem Betrieb gibt es viele Regler, online Messungen und auch sps Steuerungen. Im Prinzip beschränkt sich mein Wissen auf die Anwendung. Womit ich aber vielleicht Punkten könnte ist das auch in meinem technischen Beruf Mathematik notwendig war und es sehr wichtig ist logische Zusammenhänge zu verstehen. Seinen erlernten Beruf aufzugeben um was neues zu starten ist ja eigentlich auch mutig. Hoffentlich wird das auch irgendwie bemerkt. Eigentlich bin ich ja mit meiner Firma zufrieden... trotzdem würde ich es später mal bereuen es nicht nochmal versucht zu haben, denke ich.
 
Grundsätzlich ist es nie verkehrt sich in Hibernate, jUnit und die Clean Code Prinzipen einzulesen.
Das mag in diesem Forum vielleicht ein wenig Stiefmütterlich klingen, aber das würde voraussetzen, dass Darius Java machen will. Anwendungsentwicklung ist aber als solches sehr allgemein. Java wird in den meisten Fällen nur noch im Enterprise Umfeld verwendet. Dafür sind deine Tipps natürlich perfekt. Aber selbst im Enterprise Umfeld scheint der Trend rückläufig zu sein. Java ist aktuell natürlich all gegenwärtig, immer ein gutes Utility im Knowhow-Schatz und prima zum Programmieren Lernen.

Eine Frage ist daher ganz grundsätzlich an dich Darius: Wo liegt dein Interesse?
Mobile Apps? Desktop Apps? Web Apps? Enterprise (Server)? Weiterhin Systemautomatisierung (SPS)? IT Administration (Scripting), Spieleentwicklung? Concepting / Business Design? vielleicht sogar IT Support?...
 
Ich denke, da kannst du auch mit Pfunden wuchern. Nehmen wir mal einen Kaffeeautomat. Du könntest das per SPS steuern, aber auch mit Mikrocomputern wie RaspberryPI. Da wendest du dann schon mal Programmiersprachen an, auch wenn du die Sensoren mit Schaltern simulierst und die Akteure mit LED. Es gibt aber eben auch die Möglichkeit, so einen Kaffeeautomaten als Desktop-Anwendung zu schreiben, wo dir dann Meldungen ausgeben, was gerade passiert. Wenn du das kannst, ist das bestimmt hilfreich.
 
Eigentlich sind meine Interessen da sehr breit gefächert. Grundsätzlich finde ich alle Themen sehr interessant und könnte mich daher kaum entscheiden wo ich gerne lieber wäre.
Die sps programmieren bei uns in meinem jetzigen Unternehmen die Elektriker (Betriebstechnik). Da fährt ein Elektriker mit seinem Laptop an die Anlage und programmiert sie vor Ort. Das ist nicht so meine Welt. Es ist sehr interessant irgendwie auch cool aber ich stelle mir dann doch eher was anderes vor.
Das jetzige Unternehmen bei dem ich mich bewerbe hat eine Software für ein Service Management System entworfen.
Ihre Produkte basieren auf flutter, REST, und websockets.

Hört sich auf den ersten Blick für mich eigentlich ganz gut an. Wichtig ist für mich auch erstmal einen Einstieg zu bekommen. Nach eigenen Angaben machen sie viel mit Apps für Desktop und mobile und verkaufen ein Ticket System an andere Häuser. Hört sich für mich eigentlich sehr weblastig an. Ich nehme auch mal an das ich dann auch Kundenkontakt habe. Was ich eigentlich nicht so schlecht finde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann hast du doch schonmal einen Einstiegspunkt. Du solltest dann auch die typischen Datenformate für die Webschnittenstellen kennen - xml und JSON - und auch mit Asynchronität zurecht kommen. Kundenkontakt hast du als Entwickler nicht unbedingt. Um Software zu verkaufen gibt es in der Regel eigene Marketingexperting.
 
Was hält dich ab, ein Studium zu machen? Das ist auch nicht viel härter als die Ausbildung. Zumindest bis zum Bachelor. Die Chancen sind dann hinterher aber besser
 
Ehrlich gesagt nicht viel. Mit einer Ausbildung hätte ich eine Ausbildungsvergütung. Das wäre angenehmer als überhaupt keine Vergütung. Zum anderen ist die Ausbildung praktisch orientiert was ich auch nicht verkehrt finde.
Beim Studium wäre es so dass ich das vorzugsweise neben dem Beruf machen würde. Es gibt eine fernschule die hat bei mir in der nächsten Stadt einen Prüfungsstandort. Würde sich anbieten, wäre definitiv nicht schlecht. Ich stelle mir allerdings das Pensum aus 9,10 Stunden Arbeit und Studium recht hoch vor. Ich dachte daran Meine Arbeitszeit zu reduzieren, nurnoch halbtags zu arbeiten. Bisher habe ich allerdings meinen AG dazu noch garnicht befragt. Eine Ausbildung hörte sich für mich als ein gutes solides Ding an womit ich quasi jetzt schon starten könnte und erste praktische Erfahrung sammeln könnte. Natürlich könnte ich jetzt noch studieren aber ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Angst davor. Die Schulzeit ist etwas länger her, war mir nicht sicher ob ich das schaffe.
 
Da nur einmal ganz am Rande: Du kannst auch ein Duales Studium machen. Du Studierst und bist aber dann statt in Semesterferien im Betrieb und absolvierst da Deine Praxisphasen.
Dabei gibt es dann auch eine Vergütung.

Kenne ich von mehreren großen Betrieben, unter anderem von dem Konzern, bei dem ich bin. Wenn Du Interesse hast, dann kann ich da auch gerne einen Kontakt herstellen.
 
Naja ich bin mir da nicht sicher. Wenn ich zB nurnoch halbtags arbeiten gehe hätte ich 1600€ Netto Basis zur Verfügung. Dazu bekomme ich noch Zuschläge und Zulagen für verschiedene Tätigkeiten. Mit mindestens 150€ Zuschlag kann ich jeden Monat rechnen. Macht ein Mindestgehalt von 1750€ netto und das nur halbtags! Ich weiß nicht ob da der Job in den Semesterferien mithalten kann. In der fernuni gibt es auch eine berufspraktische Phase. Es ist ein etwas längeres Praktikum, eventuell könnte ich das bei uns in der Firma in der IT ablegen. Vielleicht müsste ich mir dazu nicht einmal Urlaub nehmen. Aber das müsste ich mit meinen Chefs besprechen.

Die Frage ob ich das schaffe lässt sich dadurch nicht beantworten. Auch ist ja ein Informatik Studium Theorielastiger als die Ausbildung. Ich weiß noch nicht ob das mein Fall wäre... aber du hast eigentlich recht. Das wäre zumindest eine Option.
 
Ich hab meinen Quereinstiegs-IT Job mit 26 gekündigt. Abi nachgeholfen lt und dann beim Staat Verwaltungsinformatik studiert. Gibt 1200€ im Monat und ist chillig. Hatte n eingenäht Garantie für A10. Kannst ja mal checken, ob das was für dich ist
 
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