Arbeiten als Freelancer.

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Ich arbeite als Senior Java Entwickler (10 Jahre Erfahrung)
Ich habe vor, als Freelancer / Freiberufler zu arbeiten.
Jetzt verdiene ich 69 000 in Festanstellung.
Ich möchte analog als Freelancer verdienen. Wäre 80 Euro pro Stunde gut gerechnet oder vielleicht zu wenig?
Was sollte ich beachten wenn ich nicht als Gewerbe sondern als Freiberufler tätig sein möchte?

Wie kommen sie zurecht um nicht als scheinselbstständig zugeordnet zu werden?
Reichen z.B. 2 Aufträge parallel aus?

Ich habe viel im Internet gelesen aber es ist schwer konkrete Antworten auf diese Fragen zu finden.

Bitte um Hilfe und bedanke mich im Voraus.
 
A

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Hallo Robert,

ich arbeite seit über 30 Jahren als Freelancer und es ist auch nicht einfach Antworten auf diese Fragen zu finden.

Der notwendige Stundenlohn hängt halt sehr stark von Deiner Auslastung ab. Wenn Du eine annähernd 100% Auslastung hast dann reichen die 80 Euro sicherlich. Bekommst du aber immer nur so 3 Monats-Jobs und must dann wieder neu suchen, dann werden aus den 100% sehr schnell auch mal nur 75% oder gar 50%. Dann sind die 80 Euro natürlich nicht equivalent zu deinem Festgehalt.

Gleiches Problem bei Krankheit. Um diese genauso risikofrei abzudecken wie bei einer Festanstellung must du eine Krankentagegeld Versicherung abschliessen. Diese ist leider ziemlich teuer und je älter man ist beim Einstieg (Und bei einem Senior Entwickler mit 10 Jahren Erfahrung gehe ich mal davon aus das Du nicht mehr so taufrisch bist :) ) umso teurer wird es.

Dann must Du Dir überlgen wie Du mit Altersrückstellungen umgehen willst. Wenn du schon viele Jahre in die statliche Rentenkasse eingezahlt hast, dann ist es eine Überlegung wert dort weiter zu zahlen auf freiwilliger Basis. Andere Geldanlagen sind zur heutigen Zeit eh wenig lohnenswert. Kapital-Lebensversicherungen wie man es früher gemacht hat sind komplett sinnfrei geworden.

Scheinselbständigkeit ist richtig schwierig. Keiner weiß so recht wann und oder wie es ihn erwischen kann. Wenn Du natürlich jetzt aus Deiner Firma ausscheidest und dann womöglich nahtlos als Freelancer für sie arbeitest und das zu mehr als 70%, dann ist das schon sehr aufällig und wid sicher zu Problemen führen.
Ich habe mitlerweile das Glück, dass ich über einen Internationalen Dienstleister mit Sitz im Ausland zum großen Teil fürs Ausland gebucht werde.
Wichtig ist hier auch, dass in Deinen Verträgen drin steht, dass Du frei über deine Arbeitszeit verfügen kannst. Du bestimmst wann und wieviel Du arbeitest. Sobald in den Verträgen was drin steht wie etwa 40h/Woche von 8-17Uhr ist das wieder eine starker Verdachtsmoment für eine Scheinselbständigkeit.
Generell zu sagen 2 verschiedene Auftraggeber reichen ist keine sichere Sache.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen

Claus
 
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