Hardware-Webserver mit Java (JSP/Servlet)-Unterstützung?

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Novanic

Bekanntes Mitglied
Hi Leute,

kennt ihr einen Hardware-Webserver auf dem man auch Java (JSP/Servlets) zum Laufen bekommen kann? Oder gibt es vielleicht Anleitungen zum Eigenbau?
Das Teil sollte möglichst günstig sein. Auf Routern läuft ja meistens auch ein Webserver, vielleicht gibt es ja auch einen Open-Source Router auf dem man JSP/Servlets zum Laufen kriegen kann...

Danke schonmal im Voraus! 🙂

Gruß Nova
 
Was soll denn ein "Hardware-Webserver" sein? Geh ich da mit nem Browser drauf und bekomme statt einer Webseite Hardware zurück?

Und was ist ein "Open Source Router"? Ne freie Anleitung zum Platinenätzen und Löten?

Sachen gibts, die gibts gar nicht...
 
Also unter Hardware-Webserver stell ich mir ein Gerät vor, auf dem ein Webserver läuft. Z.B. ein DSL-Router ist ein kleines Gerät auf dem ein Webserver läuft, obwohl es kein PC ist. Die Webserver-Software scheint also auf einem ROM oder ähnlichem implementiert zu sein.

Und mit Open-Source-Router dachte ich z.B. an sowas wie die "LA FONERA"-Router, die haben eine OpenSource-Firmware und einen Webserver drin und kriegt man fast geschenkt... Vielleicht gibts ja ein paar Freaks die es geschaft haben, da eine JRE mit JSP/Servlet-Unterstützung zum Laufen bekommen haben. 🙂

Gruß Nova
 
Das kannst du aber getrost wieder vergessen. Die in Routern eingesetzten CPUs können so gut wie nüscht und haben in der Regel nur maximal 16 bis 32 MB RAM. Im Rahmen eines irgendwie gearteten Wettbewerbs kannste da zwar alles möglich drauf zum Laufen bekommen, aber du willst ja in erster Linie was haben um zu Coden und Testen und dich nicht daran erfreuen über serielle Schnittstelle ne Konsole aufgemacht und nach 5 Minuten Hello World kompiliert bekommen zu haben 😉

Was man wirklich machen (also u.a. ich habs schon gemacht) ist einen bastelfreundlichen Thin Client gebraucht für wenig Geld zu kaufen, RAM aufrüsten, ne 2.5 Zoll Festplatte rein, Debian Linux drauf und gut iss.

Wenn du lötfreudig bist, kannste dir auch nen Gumstix o.ä. mit passenden Erweiterungen kaufen und damit rumspielen. Die Frage ist nur, was du wirklich erreichen willst: Coden lernen oder basteln?
 
Ja, ich hätte gerne ein kleines Gerät mit RJ45-Anschluss, dass ich einfach mal so mitnehmen kann, irgendwo in eine Netzwerkdose stöpseln, einschalten und alle können dann auf den darauf laufenden Webserver zugreifen...

Sowas hier wäre perfekt: http://elmicro.com/de/foxboard.html

Da soll angeblich Linux drauf laufen können, kann ich mir bei 16MB RAM und 4MB Flash-Speicher aber nur schwer vorstellen. 🙂 Gibts so ein fertiges AllInOne-Board nicht mit mehr Speicher und mehr Leistung. 🙂 Da ist zwar ein RISC-Prozessor drin, aber der würde wohl auch nicht für performante JSP-Generierung/Darstellung ausreichen oder? 🙂

Gruß Nova
 
Klar läuft auf sowas Linux. Aber Linux und nur der Kernel und nicht ein komplettes System, wie landläufig oft gemeint ist. Wenn du den Kernel bis dorthinaus abspeckst bis nur noch übrig ist, was du wirklich für einen ganz speziellen Zweck brauchst, haste ein System für Handys, PDAs, Roboter (die mit z.B. mit nem ARM-Prozessor klotzen, statt mit nem 8-Bitter)...

KLar gibts fertige Boards mit mehr Leistung und Speicher. Findet man gewöhnlich in Notebooks und Thin Clients.. VIA EPIA Boards z.B.

Oder sowas wie ich habe, nen NCD ThinSTAR 564.NET (oder was ähnliches). Der haut einem performancetechnisch nicht vom Hocker, reicht aber völlig als einfacher Testserver, Saug-Client, o.ä. Wie gesagt, RAM aufrüsten, Pladde rein - aus die Maus.
 
Moin,

eigentlich könnte man das Fox Board ja mit Flash-Speicher (USB) um mehr Arbeitsspeicher und Plattenspeicher erweitern... RISC-Prozessoren sollen ja die schnellsten sein aber ob das Teil dann ein JRE rocken kann? 🙂
Wäre natürlich die kleinere und optimal passende Variante.

Die Mini-Mainboards sind immer noch so groß, brauchen fette Netzteile und liefern so viel krempel mit den man eigentlich nicht braucht, wie z.B. Soundkarte, zu gute Grafikkarte, PS2-, Parallel-Port-, Serial-Anschlüsse, etc.
Außerdem müsste ich dann noch Netzteil, Prozessor und RAM kaufen. Und nur die wenigsten sind passiv gekühlt...

Was mach ich denn jetzt? 🙂

Gruß Nova
 
Novanic hat gesagt.:
Moin,

eigentlich könnte man das Fox Board ja mit Flash-Speicher (USB) um mehr Arbeitsspeicher und Plattenspeicher erweitern... RISC-Prozessoren sollen ja die schnellsten sein aber ob das Teil dann ein JRE rocken kann? 🙂

Prozessoren auf ARM9 Core Basis sind in erster Linie dazu gedacht wenig Saft zu ziehen. Wenn du dir nen PDA mit nem alten 200 MHz Intel XScale kaufst (Weiterentwicklung der ARM Architektur), dann wird das Ding auch keine WUnderdinge verbringen.

Wäre natürlich die kleinere und optimal passende Variante.

Die Mini-Mainboards sind immer noch so groß, brauchen fette Netzteile und liefern so viel krempel mit den man eigentlich nicht braucht, wie z.B. Soundkarte, zu gute Grafikkarte, PS2-, Parallel-Port-, Serial-Anschlüsse, etc.
Außerdem müsste ich dann noch Netzteil, Prozessor und RAM kaufen. Und nur die wenigsten sind passiv gekühlt...

Was mach ich denn jetzt? 🙂

Dir überlegen, was du WILLST! Du kriegst keinen Tomcat, JBoss oder GLassfish auf nem System mit 32 MB RAM ans Laufen.... Selbst wenn du genug RAM hättest müsstest du erst zweifelsfrei abklären ob es ein JRE / JDK gibt, dass die Zielplattform unterstützt UND auf dem eines der o.g. Produkte läuft.

Ich finde auch ums Verrecken kein Auto, das ich für nen Appel und ein Ei kaufen kann, dass nur 3 Liter verbraucht (auf 100km und nicht allein beim Anlassen) und scheiße viel PS hat...
 
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